oer Elef u. Co. An Pacht zahlte er jährlich ^50Rthlr.*» Späterhin kam das Haus durch Kauf in denBesitz der Familie Fcrrier; es ist jetzt Eigentum vonTheodor Maas, dem es durch seiue Frau zuge-fallcu ist. Es verdient noch dcmertt zu werden, daß hierzeitweise die Witwe des Hofrates von Lesccque, auch derAdvokat von Hagens, Vater des noch lebenden Malersuon Hagens, wohnte.
Hier überschreiten wir die Ursuliuergasse und komme»zur Kirche der Ursulinerinnen, die seit dem un-freiwilligen Scheiden der Schwefteru aus unserer Stadtleider geschlossen und dem Gottesdienst entzogen ist. WieKaplan Bayerle in seinem Buche über die katholischenKirchen Düsseldorfs erzählt, kamen fchou 1677 Ursulinerinnen nach Düsseldorf, die neben demKarmelitessenklosterWohnung nahmen. Wettern Zuzug bekamen sie 1681 vonKöln aus. Anfangs hatten sie noch kein eigenes Kloster,sundern bewohnten ein Privathnus, bis ihnen der Kur-fürst Johann Wilhelm im Jahre 168-1 einen Platzzum Bau eines Klosters und einer Kirche schenkte. DerSage nach soll die Kurfürstin mit den Nonnen ein Kar-tenspiel gemacht haben mit der Bedingung, wenn sie ver-liere, so wolle sie das Kloster erbauen; sie habe nunwirtlich verloren und demgemäß auch ihr Versprechen erfüllt.
1685 wnrde der erste Stein zum Kloster uud zur Kirchegelegt und am Feste der h. Ursula 1686 zogen die Non-nen ein; die Kirche aber lag damals im Innern desKlosters. 1702 wurde die jetzige Kirche unter dem Titeldes allerheiligsten Sakramentes erbaut. — Die Ursu-linerinnen haben 200 Jahre hindurch die weiblicheIugendDüsseldorfs unterrichtet, nur zweimal beim Bombarde-ment der Stadt durch die Hannoveraner 1758 und durchdie Franzosen 1794 verließen sie die Stadt auf wenigeTage, nm dann wiederum ihrem schönen Beruf zu leben.
') Die Nachrichten über das Haus Nr. 10 sind den Ori-ginal Dokumenten des Archivs zn Heltorf entnommen.