Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
207
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20Ein Gedicht.Dunscais: Schlaf steig' an deinen blauen Augenherab. Laß den Helden in deinen Träumen sichheben!Cuthullin sitzt bey Legos See, beymdunklen Wälzen der Wässer. Schatten umringenden Helden. Seine Tausende liegen an der Heyde.Hundert Eichen brennen in der Mitte. Weitraucht das Gastmahl der Muscheln. Unter einemBaume schlägt Carril die Harfe. Seine grauenLocken gleisen im Strahl'. Es naht sich dersausende Windstoß der Nacht, und hebt die Lockendes Greisen. Er singt vom blauen Togorma,und seinem Gebieter, dem Freunde Cuthullins!Warum bist du abwesend, o Connal, imTage des düstern Sturms? Es haben sich dieFürsten des Süden, gegen Cormac den Königversammlet. Die Winde verhalten deine Segel.Deine blauen Wässer rollen um dich. Aber Cor-mac ist nicht allein. Semos Erzeugter kämpftseine Schlachten! er, der Schrecken des Fremd-lings! er, dem Dampfe des Todes vergleichbar,langsam von schwülen Winden getragen. Vorihm erröthet die Sonne: die Völker fallen um-her.So war' Carrils Gesang, als ein Sohndes Feinds erschien'. Er warf' seine spitzloseLanze zu Boden. Er sprach die Worte von Tor-lath! Torlath Gebieter der Helden, von Le-gos düstern Wogen! er, der seine Tausendezur Schlacht, gegen Cormac den König ge-führt. Cormac, weit in der Ferne, in Temo-ras