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2 (1775)
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200Darthula.Eine Thräne entstürzte dem fürstlichenNathos. Gegen seine Brüder kehrt er seinAug. Ihre Speere flogen auf einmal. DreyHelden sanken zu Boden. Hoch blitzten die Strah-len ihrer Schwerter. Die Reihen von Erin wi-chen zurück, wie Ketten von düstern Wolken, vordem Hauche des Winds! Da gab Cairbar sei-nem Volke Befehl, und plötzlich spannten sie Bo-gen zu Tausend. Tausend Pfeile flogen auf ein-mal. Usnoths Söhne sielen in Blut; sie sielenwie drey junge Eichen, sie standen allein aufdem Hügel: der Wanderer sah die lieblichenBäume, und bewunderte, wie sie so einsam ge-wachsen: der Hauch der Einöde kam bey derNacht, und stürzte ihre grünenden Häupter zuBoden; er kehrte des künftigen Tages zurück,aber sie waren verwelkt, die Heyde war blos!Darthula stand schweigend in Weh-muth, und schaute ihren Fall! Keine Thräneim Aug'; ihr Anblick traurig und wild,blaß ihre Wange. Ihren zitternden Lippenentstürzte ein halb gebrochenes Wort. Am Windeflog' ihr dunkles Haar. Der düstre Cairbarkam'. "Wo ist itzt dein Geliebter? Ethasim Wagen getragener Fürst! hast du UsnothsMauern gesehn, oder Fingals dunkelbraune Hü-gel? Es hätt' meine Schlacht auf Morven ge-brüllt, wären Darthulen die Wind nicht begeg-net? Fingal wär selber gestürzt, und Wehmuthwürd herrschen in Selma!" Dem Arm' Darthu-las entstürzte ihr Schild. Ihr schneeweisserBusen erschien'; er erschien, aber mit Blutebefleckt. Ein Pfeil durchdrang ihr die Seite