190Darthula.über sein schwarzbraunes Antlitz. Er hielt seinenerhobenen Stahl zurück. Er ließ ein Grab fürColla aufrichten. Er führte mich weinend nachSelama. Er sprach' Worte der Liebe, abermeine Seele war traurig. Ich sah die Schildemeiner Väter; das Schwert des im Wagen ge-trägenen Truthil. Ich sah die Waffen der Tod-ten; die Thränen flossen über meine Wangen!Da kamst du, o Nathos: und der dunkle Cair-bar entfloh. Er entfloh, wie der Geist der Wüste,vom Strahle des Morgens. Sein Heer war ent-fernt: sein Arm war schwach gegen deinen Stahl!Warum bist du traurig, o Nathos! sagte Collasliebliche Tochter? "Ich gieng' der Schlacht,versetzte der Held, in meiner Jugend entgegen.Da sich die Gefahr zum erstenmal zeigte, konntemein Arm den Speer noch nicht heben. MeineSeele schimmerte beym Anblick des Kriegs, wiedas grüne enge Thal, wenn die Sonne ihre strö-migten Strahlen ausschießt, eh sie ihr Hauptin einem Sturme verbirgt. Der einsame Wande-rer spürt eine traurige Freude; er sieht die lang-sam annahenden Schatten. Meine Seele schim-merte in Mitte der Gefahren, eh ich die Schö-ne Selamas geſehen; eh ich ꝺich ſah', wieeinen Stern, der bey der Nacht den Hügel be-leuchtet. Die Wolke rückt voran, und droht demlieblichen Licht'! Wir sind im Lande der Feinde.Die Winde haben uns, Darthula, betrogen.Die Kraft unsrer Freunde ist fern; fern sind dieGebirge von Etha.Wo werd ich deinen Frieden finden, du Toch-ter des mächtigen Colla! die Brüder von Na-thos
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten