Lathmon.174Lathmon! dann würde mein Erzeugter sagen,sein Sohn sey keinem Feigen gewichen! aber werkömmt, ein mächtiger Strom, längs der schallen-den Heyde? die kleinen Hügel sind vor ihm ver-stört; tausend Geister sitzen an den Strahlenseines Stahls; die Geister derer, die künftig be-stimmt sind, unter dem Arm' des Gebieters deserschallenden Morven zu fallen. (*) Glücklichbist du, o Fingal, deine Söhne werden deineKriege bekämpfen. Vor dir werden sie schreiten;sie kehren mit den Tritten ihres Ruhmes zurück!Fingal kam' in seiner Milde, heimlichfrolockend in den Thaten ſeines Sohns. MornisAntlitz schimmerte mit Freude; trüb schauen durchfröliche Zähren, seine veralteten Augen. Wirkamen zu den Hallen von Selma. Wir sassenum das Gastmahl der Muscheln. Vor uns er-schienen die Mädchen des Lieds, und die sanft-erröthende Evirallin! es spreiteten sich ihre Locken,an ihrem schneeweisen Busen, an Ossian rolltheimlich ihr Aug. Sie rührte die melodischeHarfe; wir segneten die Tochter von Branno!Fingal entstieg' seiner Stelle, und sprachzu Lathmon, dem König der Speere. An seinerSeite rasselte die Klinge von Trenmor, als erſeine(*) Man glaubte in Osstans Zeiten, jeglicher habe seinenSchutzgeist. Die Tradition ist wegen dieser Meinungsehr dunkel und undeutlich.
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