Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen
 

169Ein Gedicht.Gaul! der Ruhm von Mornis Erzeugtem sollsteigen. Aber stürz' nicht zu weit, mein Krieger,voran: der Blitz deines Stahls sey nah' beyOssian. Laß unsre Hände vereinigt erlegen.Erblickst du nicht, Gaul! jenen Felsen? seinegraue Seite glänzt dämmernd zu den Sternen.Sollte der Feind überwinden, laß uns dadurchunsern Rücken bedecken. Dann werden sie fürch-ten, sich unsern Speeren zu nahn; denn unsreHände fassen den Tod.Dreymak schlug ich auf meinen schallen-den Schild. Der Feind sprang' schüchtern empor.Wir stürzten, im Klang' unsrer Waffen, heran.Ihre gedrungenen Tritte fliehn über die Heyde.Sie glaubten, es käme der mächtige Fingal.Die Kraft ihrer Waffen verwelkte. Der Schallihrer Flucht glich' einer Flamme, wenn sie durchversengte Häyne sich stürzt. Dann flog' derSpeer von Gaul in seiner Kraft; dann stiegseine Klinge. Cremor siel; und der mächtigeLeth. Dunthormo wälzte in seinem Blut.Der Stahl durchdrang' die Seite von Crotho,als er gebogen auf seinem Speere sich hob'. Einschwarzer Strom goß sich von der Wund', undzischte an einer halb erleschenen Eiche. Cathmin sah' die Tritte des Helden hinter sich, erbestieg' einen versengten Baum; aber der Speerdurchdrang' ihn von hinten, er wimmerte, pochte,und fiel. Mooß und verwelkte Aeste verfolgenseinen Fall, und bedecken die blauen Waffen vonGaul.So2 5