Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
148
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Fingal.148“ Heil deiner Seele, du König der Mu-scheln, " sagte Swaran mit dunkelbraunemSchild'. "Im Frieden bist du das Lüftchen desFrühlings; im Krieg' ein brausender Sturm.Nun nimm meine Rechte in Freundschaft, o Kö-nig des schallenden Selma! Laß deine Barden,jene die fielen, betrauern. Laß Erin LochlinsSöhne begraben. Erricht' in der Höh' die moo-sigten Steine ihres Ruhms: daß künftig dieKinder des Nords, die Stelle betrachten, woihre Väter gefochten. Der Weidmann am moo-sigten Grabe gelehnt, könnte sagen: hier fochtenFingal und Swaran, die Helden verflossenerJahre. So soll er künftig sagen, und ewigsoll dauren unser Ruhm!„Swaran,“ sagte der König der Hü-gel, “ heut ist unser Ruhm am höchsten gestiegen.Wie ein Traum werden wir verschwinden. Inunsern Feldern des Kriegs wird kein Schall übrigbleiben. Unsere Gräber werden sich in der Hey-de verlieren. Der Weidmann wird den Platz un-serer Ruhe nicht erkennen. Man könnte unsereNamen in Gesängen vernehmen. Was hilft'swenn unsere Kräfte erliegen? O Ossian, Carrilund Ullin, euch sind die Helden der Vorweltbekannt. Ertönet die Lieder verflossener Jahre.Laßt die Nacht in Gesängen vergeh'n, laßt denMorgen mit Freud' zurückkehren.Für die Könige hoben wir Lieder. Mitunsern Stimmen mengten hundert Harfen ihreTöne. Swarans Antlitz heiterte sich auf,wie der volle Mond an dem Himmel, wenn dieWol⸗