Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
118
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Fingal.118Cuthullin vernahm von CromlasHöhle, das Getös des störrischen Kriegs. Er riefConnal, den Führer der Schwerter; und Carrilverflossener Zeiten. Die graulockigten Heldenvernahmen seine Stimme. Sie haschten ihrespitzigen Speere. Sie kamen und sah'n die Fluthder Schlacht, wie gedrungene Wellen des Meers:wenn der düstere Wind von der Tiefe sich stürzt,und die Wogen durch das sandigte Thal heran-wälzt. Beym Anblick' entbrannte Cuthullin.An seiner Stirne versammleten sich Schatten.Am Schwert' seiner Väter liegt seine Rechte; amFeinde seine rothrollenden Augen. Dreymal ver-sucht' er zum Schlachtfeld' zu stürzen. Dreymalhielt ihn Connal zurück. "Gebieter der neblich-ten Insel, sprach er,Fingal überwindet denFeind. Such' nicht den Ruhm des Königs zutheilen; er selber gleicht einem Sturm'!Geh' dann Carril versetzte der Füh-rer, geh', grüß' den König von Morven.Wenn Lochlin, wie ein Strom nach dem Regenversiegt; wenn das Geprassel des Kampfes ver-gangen, dann sey deine Stimme süß seinemOhr', Selmas Gebieter zu preisen! Gieb ihmdie Klinge von Caithbat. Nicht mehr verdientCuthullin die Klinge seiner Väter zu heben!kommt, o ihr Geister des einsamen Cromla!ihr Seelen verblichener Helden! naht euch denSchritten Cuthullins; sprecht mit ihm in derHöhle seines Jammers. Nimmermehr werd ichberühmt, unter den Mächtigen des Lands. Ichbin ein Strahl, der vormals erglänzt; ein schonverschwundener Nebel: wenn der Hauch des Mor-gens