Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
117
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117Viertes Buch.seh'n, flammend und langsam, hinter ihre Wolkesich zieh'n: da die Nacht den Berg umfloß, undder unstäte Windstoß in engern Thälern brauste.Hart schlägt endlich der Regen: mit Krachenwälzt sich der Donner. Blitze streifen die Felsen.Geister besteigen feurige Strahlen. Die Kraftder Bergströme stürzt brüllend von den Hügelnherab. So war das Geprassel der Schlacht,Mädchen der schneeweissen Arme! warum, o Toch-ter von Toscar, warum diese Thräne? Loch-lins Mädchen haben Ursach zu weinen! das Volkihres Lands erlag'. Blutig waren die blauenKlingen des Geschlechts meiner Helden! Aber ichbin traurig, verlassen und blind: nicht mehr derHelden Gefährte. Leih', liebreiches Mädchen,leih' mir deine Thränen. Ich hab die Gräberall meiner Freunde geseh'n.Da stürzte durch die Rechte von Fin-gal zu seinem Schmerzen ein Held! Er wälztsich graulockigt im Staub'. Er hob seine schwa-chen Augen zum König': * und biſt du durchmich, " sagte Comhals Erzeugter, "du FreundAgandeccas gefallen! Ich hab deine Thränen,für das Mädchen meiner Liebe, in den Hallendes blutigen Starno gesehn! du warst ein Feindder Feinde meiner Liebe; und bist du durch meineRechte gefallen? Erricht', Ullin, erricht' dasGrabmahl von Mathon; und versend' seinenNamen im Lieb' Agandeccas. Theur warst dumeiner Seele, du Ardvens düster wohnendesMädchen!CuH 3