Fingal.108wohnt war, Gesänge der Helden der Vorwelt.Lochlin vernahm' sie, wie entfernten Donner.Sie floh'n; mein Sohn verfolgte.Ich rief ihn, wie ein entfernter Strom.Oscar kehr' über Lena zurück. "Verfolg' nichtweiter den Feind, sagt' ich, obwohl Ossianhinter dir steht. ” Er kam'; liebreich war' mei-nem Ohr' Oscar's schallender Stahl. "Warum,sagt' er, "hast du meine Rechte gehemmt, ehder Tod sie alle bedeckte? Denn düster und schreck-bar beym Strom', begegneten sie, deinem Er-zeugten, und Fillan! sie bewachten die Schreckender Nacht. Unsere Schwerter haben einige über-wunden. Aber, wie die nächtlichen Winde dasMeer über Moras weißsandigte Fläche verbreiten,so düster stürzen die Söhne von Lochlin überLenas sausende Heyde voran! In der Weitewinseln die Geister der Nacht: ich hab Luftbilderdes Tods geseh'n. Laß mich den König von Mor-ven, der in Gefahren lächelt, erwecken! derSonne des Himmels vergleichbar, die in einemSturm aufgeht!Fingal fuhr' plötzlich aus einem Traum',und lehnte sich an Trenmors Schild: den dun-kelbraunen Schild seiner Väter: den sie in Kriegender Vorwelt erhoben. Der Held sah' in seinerRuh' Agandeccas traurige Bildung. Sie kamvom Pfade des Meers. Sie schwebte, langsamund allein, über Lena. Ihr Antlitz war bleich,wie der Nebel von Cromla; dunkel die Thränenihrer Wangen. Oft hob sie ihre blasse Hand ausihrem Kleid‘; es war aus den Wolken der Wüstege-
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