Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
76
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Fingal.Grumal liebte das Mädchen, der düstere Führerdes dunkeln Ardven. Er belauschte ihre einsa-men Tritte auf der Heyde: der Feind des un-glücklichen Comal! einst da vom Jagen ermüdet,der Nebel ihre Freunde verbarg', begegneten sichin der Höhle von Ronan, Comal und die Toch-ter von Conloch. Sie war der gewöhnlicheAufenthalt Comals. Ihre Seiten waren mitseinen Waffen geziert. Dort fanden sich hundertSchilde von Riemen: hundert Helme von schal-lendem Stahl'.Hier, sprach er, "ruh meine liebsteGalbina: du Licht der Höhle von Ronan! AnMoras Gipfel erscheint ein Hirsch. Ich geh;ich werd aber bald zurückkehren.Ich fürch-te, gab sie zurück, den düstern Grumal mei-nen Feind; oft besucht er die Höhle von Ronan!Ich will zwischen den Waffen ruhn; aber kehrbald zurück mein Geliebter!Er gieng zum Hirsche von Mora. DieTochter von Conloch, wollte seine Liebe versu-chen. Sie kleidete ihre zierlichen Seiten in Rü-stung; sie schritt' von Ronans Höhle voran! Erglaubte, es wäre sein Feind. Hoch schlug seinHerz. Seine Farb ward verändert, und Schat-ten verdunkelten seine Augen. Er zog den Bo-gen. Der Pfeil flog'. Galbina sank in Blut!Er lief mit wüthenden Schritten: er rief dieTochter von Conloch. Keine Antwort von ein-samen Felsen. Wo bist du meine Geliebte? end-lich sah' er ihr pochendes Herz, schlagend gegenseinen geworfenen Pfeil. "Bist du es, o Toch-ter