Fingal.48von hohen Felsen sich stürzen, begegnen, vermi-schen und brüllen auf der Ebne; so laut, so stür-misch, so finster begegneten sich Lochlin undErin. Führer mischt seine Streiche mit Führer,und Krieger mit Krieger; Stahl klingt, und er-schallet an Stahl. Helme sind in der Höhe ge-spalten. Blut börstet und raucht umher. An denglatten Bogen schwirren die Stricke. Pfeile zi-schen durch die Luft, Speere fallen wie Kreisedes Lichts, die das Antlitz der Nacht vergolden.Wie das Getöß des tobenden Meers, wenn sichdie Wellen in der Höhe empören, wie das letzteKrachen des Donners am Himmel, ſo iſt dasGeprassel des Kriegs! wenn Cormacs hundertBarden sich dort befänden, die Schlacht zu be-singen; schwach wären die Stimmen von hundertBarden, die Todten zur Nachwelt zu senden!denn zahlreich waren die Todten der Helden; weitfloß' der Tapfern Blut!Beklagt ihr Söhne des Lieds, beklagt denTod des edlen Sithallin. (*) Es steige derSeufzer Fionas, auf der einsamen Ebne ihresliebreichen Ardan. Sie stürzen wie zwey Hirscheder Wüste, unter den Händen des mächtigenSwaran; da er, in der Mitte von Tausenden,brüllte; wie der wimmernde Geist eines Sturms.Er sitzt dämmernd, in den Wolken des Nords,und genießt den Tod des Schiffers. Auch schliefnicht[*) Sithallin, ein schöner Mann. Fiona, ein reitzen-des Mädchen, und Ardan, Stolz.
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