Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
44
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Fingal.44Duchomar war der Traum ihrer Nacht! sie wirdmein Grabmahl errichten; meinen Ruhm wird derWeidmann erheben; aber zeuch den Stahl ausmeiner Brust. Morna das Eisen ist kalt! "Siekam in all ihren Thränen, sie kam; sie zogden Stahl aus seiner Brust. Er durchdrang ihreweisse Seite! er streute ihre zierlichen Locken amBoden! das börstende Blut rauscht aus ihrerSeite: ihr weisser Arm ward röthlich gefärbt. Sielag', ſie rollte im Tod. Die Höhle hallte ihrWimmern zurück.Friede, " sagte Cuthullin, "beglückdie Seelen der Helden! ihre Thaten waren großin der Schlacht. Laß sie schweben in Wolken ummich. (*) Laß sie ihre kriegerischen Züge entdecken.Dann wird meine Seele Gefahren verachten; meinArm wird seyn wie der Donner des Himmels!Aber komm auf einem Mondstrahl, o Morna!neben dem Fenster meiner Ruh'; wenn ich anFrieden gedenke, wenn das Geraffel der Waffenverschwunden! versammlet die Kraft der Zünfte!schreitet zu Erins Kriege voran! begleitet denWagen meiner Schlachten! Frolocet im Lärmmeines Laufs! stellt drey Speere neben mir:folgt(*) Es war damahls die allgemeine Meynung, wie esnoch heut zu Tag ist, von einigen Bewohnern derHochländer, daß die Seelen der Verstorbenen überihre lebendigen Freunde schwebten; und ihnen, wennsie ein großes Unternehmen angefangen, erschienen.