Ein Gedicht.lobten die Stimme von Cona! (*) unter tau-ſend Barden die erſte! aber nun iſt meine Zungeerſtarrt; die Kraft meiner Seele iſt geſchwächt!Ich höre zu Zeiten die Geister der Barden, undlern' ihre reizenden Lieder. Aber das Gedächtnißvergeht in meinem Geist. Ich hör den Anrufder Jahre! sie sagen, wie sie vorbey gleiten:Warum singt Ossian? bald wird er liegen inder engen Behausung; ſeinen Ruhm wird keinkünftiger Barde erheben! Rollt voran, ihr dun-kelbraunen Jahre; ihr bringt in eurem Lauf keineFreude! Laß das Grab sich öfnen für Ossian;seine Kraft ist erloschen; die Söhne des Liedssind zur Ruhe gegangen; meine Stimme bleibtübrig, wie der Windstoß, der allein, an demSee= umflossenen Felsen, nachdem die Winde sichlegten, erbranſt. Dort pfeift das dunkle Moos;der entfernte Schiffer sieht die wallenden Bäume.(*) Ossian wird zu Zeiten poetisch die Stimme von Conagenannt.
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