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1220 entstanden und in einer spräche abgefaßt ist, die sowohlbairische als alemannische eigentümlichkeiten zeigt, jedenfalls aberoberdeutsch ist. In dem epilog (16627—16704), den ein an-derer dem eigentlichen werk angefügt hat und an dessen glaub-würdigkeit zu zweifeln kein anlaß vorliegt (§ 210. 211), wirdnun als Verfasser ein bischof Otto genannt (16678 und 16680).Nach den sprachlichen beobachtungen schien mir von den 9 bischöfennamens Otto, die zwischen 1180 und 1250 in Deutschland regierthaben, Otto II. von F r e i s i n g, graf von Berg, den größ-ten ansprach auf die Urheberschaft zu haben (§ 216). Diese Ver-mutung hat sich aufs glücklichste bestätigt. Der Verfasser desnachworts, der schon die ganze stelle von den seligpreisungen(16639—16667) nur um des Wortspiels mit dem namen Otto ')willen gebracht hat, hat es nicht unterlassen können, trotz demverböte des bischofs (16679) die persönlichkeit ganz unzweideutigzu bezeichnen: 16080 f. ist, was mir zuerst entgangen war, derbischofssitz Frisingen genannt.
II.Bischof Otto II. von Freising stammte aus vornehmemgeschlecht 2 ). Die grafen von Berg — die Stammburg lag an derDonau südöstlich von Ehingen — waren eine der angesehensten schwä-bischen adelsfamilien 3 ) und scheinen sogar mit den Stauten verwandtgewesen zu sein. Nicht selten treffen wir ihre mitglieder an denhoflagern der herrscher von Konrad III. an bis zu Friedrich II.,wenn diese im Südwesten des reiches weilen. Grade damals, umdie mitte des 12. Jahrhunderts, nahm das haus einen kräftigen
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1) Schröder macht mich darauf aufmerksam, daß Rudolf von Emsim Guten Gerhard mit dem namen der kaiserin Octogcba {Ottegebc,Eadgith) dieselbe Spielerei anstellt.
2) Gesta episc. Fris. MG. SS. XXIV 323. Ich habe im fol-genden zusammengestellt, was mir an tatsacben aus Ottos leben er-reichbar war, ohne unbedingte Vollständigkeit anzustreben. (Die MB.habe ich nur z. t. einsehen können.) Die wichtigsten vorarbeiten da-für waren Meicbelbecks lebensbeschreibung in der Historia Frisingen-sis I 377—397 (Augsburg 1724) und die Zusammenfassung einiger nach-richten bis 1200 bei Hundt, Denkschriften der akademie d. wiss. zuMünchen, histor. kl. 14. bd. s. 68—71 (München 1879).
3) Stalin, Wirtembergische geschichte II 352—366.