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Zur Begründung einiger Mehrforderungen für den Haushaltsetat 1891/92 : Stadtbibliothek in Köln
Entstehung
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Spezialkataloge vielleicht ausgenommen, dem Bibliothekar zu-fallen, vor der Übersiedelung in einen Neubau abzuschliessensein wird und ebenfalls den Wunsch nahe legen muss, den Vor-steher der Bibliothek von der Beteiligung an den gewöhnlichenbibliographischen Aufnahmen ,und von wenigstens einem Teileder laufenden Verwaltungsgeschäfte zu entlasten.

Es bedarf wohl nur ehies Hinweises auf die hiesigen Biblio-thekszustände der siebziger Jahre und auf die Entwickelungdes Bibliotheksetats, um keinen Zweifel darüber zu lassen, dassdie Bibliothekverwaltung mit einem ganz ungewöhnlich geringenAufwand an Geldmitteln und Arbeitskräften ungewöhnlich vielgeleistet hat. Es könnte der Würde und dem Ansehen einerwissenschaftlichen Anstalt wenig entsprechen, wenn ihre Ver-waltung, anstatt durch emsige und mühevolle, wenn auch ge-räuschlose Detailarbeit das einzige auf die Dauer haltbareFundament zu einer gedeihlichen Entwickelung herzustellen, ge-flissentlich ihre Leistungen der Welt verkünden wollte; an dieserStelle darauf hinzuweisen, dass die Bibliothek unter der gegen-wärtigen Leitung im Laufe eines Jahrzehnts zu einer der ange-sehensten und leistungsfähigsten gemeinnützigen Anstalten ge-worden und in unverkennbarem Aufblühen begriffen ist, dazufühle ich mich im Interesse der Anstalt verpflichtet; aber dieGrenze dessen, was sie mit den gegenwärtigen Mitteln leistenkann, ist auch erreicht und ihre weitere Entwickelung ist ohnedie Bewilligung erhöhter Betriebsmittel in Frage gestellt. Mitder Vergrösserung der Bibliothek ist auch ihre Verwaltung ge-wachsen und es ruhen, wie die zu Anfang dieser Denkschriftgegebene Übersicht über die Geschäftsverteilung ersichtlichmacht, so viele verschiedenartige Arbeiten in derselben Hand,dass von einer gewissen Kontinuität, wie sie für jede einzelnederselben in erhöhtem Masse beansprucht werden muss, nichtdie Rede sein kann. Dass der Bibliothekar, um die Übersicht

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