■■■■■■■
literärgeschichtliche oder bibliographische Ermittelungen voran-gehen müssen; eine öffentliche Bibliothek, zumal wenn sie, wiedie unsrige, so reich an älteren Drucken ist, kann sich derVerpflichtung, im Interesse auswärtiger Gelehrten bibliotheks-wissenschaftliche Untersuchungen vorzunehmen, nicht entziehen,am allerwenigsten, wenn es sich um wertvolle Stücke handelt,deren Versendung nur ausnahmsweise und unter besonderenSicherheitsmassregeln erfolgen darf.
Die jährliche Zahl der Besucher des Lesesaales beträgtrund 3700, die Zahl der ausgeliehenen Bände rund 12000;hierzu kommen noch ca. 2000 Bücherbestellungen, welche ent-weder nur den Lesesaal betreffen oder wegen gänzlichenFehlens bezw. vorübergehender Abwesenheit des Werkes nichterledigt werden können und überhaupt nicht durch das Aus-leihbuch laufen. Kleine Schwankungen in den Benutzungsziffernbleiben nicht aus, stehen aber zweifellos mit den in jederBeziehung unzureichenden Räumlichkeiten der Bibliothek inursächlichem Zusammenhange. Im Ganzen ist die Benutzungimmer noch in der Zunahme begriffen.
"Was die Sammelthätigkeit der Bibliothek betrifft, so habeich die damit im Zusammenhang stehenden weitverzweigtenGeschäfte in einer besonderen Arbeit, Heft 3 der Veröffent-lichungen der Stadtbibliothek, eingehend gekennzeichnet. Schondie Ermittelung und Herbeischaffung des regelmässigen Zu-wachses ist sehr zeitraubend. Allein die Durchsicht derZeitungen auf geschichtliche Arbeiten und auf solche Artikel,welche die städtischen Verwaltungsinteressen berühren, erfordertregelmässig einen täglichen Zeitaufwand von nahezu zwei Stun-den, die zudem nämlichen Zwecke vorgenommene Durchsicht derzahlreichen Zeitschriften allwöchentlich mindestens zweiganze Arbeitstage. Beide Arbeiten, welche eine gewisseRoutine sowie eine vollkommene Übersicht über die Bedürfnisse
1HHHHHH