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Zur geschichtlichen und landeskundlichen Bibliographie der Rheinprovinz
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denkbar ist. Erwiderungen sind nicht ausgeblieben, der Zweckdieses Schriftchens gestattet aber nicht, auf die an anderer Stelle*)abgedruckten Erörterungen näher einzugehen. Auch hier wird esSache der Bearbeiter zukünftiger Bibliographieen sein, im einzelnenFälle zu entscheiden, inwieweit sie die Methode früherer Arbeitenund die an derselben geübte Kritik zu verwerthen haben.

Von ganz wesentlicher Bedeutung ist die Frage: Welches istdas räumliche Gebiet, dessen Literatur verzeichnet werdensoll? Diese Frage ist aber nicht vorweg, sondern nur mit Vor-hehalt zu beantworten. Nehmen wir die heutige preussische Rhein-provinz als Grundlage für die Begrenzung der Aufgabe, so gilt sieselbstredend nicht für alle Zweige der Rheinischen Literatur. Wennauch die heutigen Provinzialgrenzen für die politische und Ver-waltungsgeschichte von Beginn der preussischen Zeit Anwendungfinden, so ändert sich dies schon, sobald wir in die Geschichte dernächst voraufgegangenen Perioden zurückgreifen. Es ist ganzselbstverständlich, dass jedes der Territorien, welche die heutigeRheinprovinz bilden, möglichst im Gesammtumfange seiner geschicht-lichen Entwickelungin Betracht zu ziehen ist; es gilt das in gleichemMaasse für die weltlichen und geistlichen Territorien, für kirchliche undProfangeschichte. Die Bibliographie ist eben eine Hülfswissenschaftauch der Geschichte, eine" Rheinische Bibliographie ein unentbehrlichesHülfsmittel provinzial- und lokalgeschichtlicher Forschung, der sieim Ausblick auf das gleiche Ziel voraufzugehen und die Wege zu

J ) Vgl. Verhandlungen des 5. Deutschen Geographentages zu Hamburgam 9 10. n. 11. Aprü 1885. Berlin, Eeimer. 1885. S. 202 ff, 210 f.