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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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Aufmerksam alle Einzelheiten prüfend und mit dem ihnbegleitenden Oberbürgermeister besprechend, verweilte der Kai-ser längere Zeit am Denkmal und man sah, daß er immerwieder, nachdem er sich die Deputation des 28. Inf.-Regts.,welche links vom Denkmal Aufstellung genommen hatte, hattevorstellen lassen und während er da und dort für die mili-tärischen Würdenträger freundliche Worte und Händedrückehatte, den vollen Blick dem Denkmal zuwendete, als wollteer sich die Gestalt des verewigten Helden recht tief einprägen.

Bei dem Umgang um das Denkmal wurde der Kaiservon den Tribünen her und der dichtgedrängten, außer dem ab-gegrenzten Festplatz stehenden Menschenmenge und von denFenstern der umliegenden Häuser ans stürmisch begrüßt,ofür er wiederholt freundlich dankte.

Auf den Platz vor dem Zelte zurückgekehrt, ließ sich derKaiser die Herren vom engeren Comits, bestehend aus denHerren Oberbürgermeister Lottncr, Commcrzicnräthe LandaüScligmann, Wcgcler, Sanitätsrath Dr. Lenz und Bauunter-nehmer Bcycrle, und Herrn Professor Schaper, vorstellen undrichtete verbindliche und anerkennende Worte an dieselben.Herrn Schaper drückte er seine Freude über das gelungeneWerk aus, und ausdrücklich bemerkte er, wie angenehm esihn berühre, daß ein Militär von der Bürgerschaft so ver-ehrt und geehrt werde, wie es hier bezüglich Gocben's derFall ist.

Nachdem der Kaiser wieder in's Zelt zurückgetreten war,ließ sich die Kaiserin das engere Comitö und Herrn Prof.Schaper vorstellen, ebenso, wie der Kaiser, in huldvollsterWeise ihnen ihre Anerkennung aussprcchend. Inzwischen into-nirten die Sänger dieWacht am Rhein", und das anwe-sende Publikum sang dieselbe mit. Hierauf schickten sich derKaiser und die Kaiserin zum Fortgehen an. Unter nichtendenwollcnden Hurrahrufen der Versammelten bestiegen diehohen Herrschaften ihre Wagen und fuhren in das Schloßzurück, der Kaiser und die Kaiserin in demselben Wagen. Eswar genau ein Viertel vor 12 Uhr, als das Kaiserpaar dasZelt verließ, der Kaiser hatte also drei Viertelstunden aufdem Festplatz verweilt.

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