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bedeckte, an 3000 Personen fassende Tribüne ein. Am Perron,um den Pavillon herum, an der Tribüne vorbei bis zumFahrwege zur Stadt, hatte die Schuljugend, die Mädchen inWeiß mit Sträußen aus Kornblumen in der Hand oder indem Haar und die Knaben meist mit blauen Schärpen, Auf-stellung genommen. Vom Bahnhofe aus bis zur Altstadt warder Weg zu beiden Seiten mit Flaggenmasten, die in derMitte Fahnenbündel und Wappenschilder trugen, reich geschmückt.Blickt man von diesem Wege hinüber zum Westfälischen Bahn-hofe, so trifft das Auge eine auf dem Uhrthurme desselbenaufgestellte Kolofsalfigur von 1? Fuß Höhe, eine von Bild-hauer Feige cmf einem Unterbaue von ungefähr 8 Fuß aus-geführte „Westfalia", welche dem hohen Gaste mit der rechtenHand einen Eichenkranz entgegenreicht, während die Linke sichauf einen mächtigen Schild stützt, dessen Wappenschild daswestfälische Sachscnroß trägt. Das Bildwerk ist von großerWirkung und edel in Linien und Verhältnissen. Am Ein-gange der Altstadt ist ein mächtiger, monumentaler Triumph-bogen mit Mauerzinnen errichtet. Auf dem Mittelbogenerhebt sich ein großes Wappen des deutschen Reiches und inden Nebcnbogcn das der Provinz und das der Stadt. Dievier Ecken des Mittelbaues sind mit gewaltigen Adlern undden kaiserlichen und königlichen Flaggen geschmückt, währenddie Seitenbogen die beiden Figuren „Krieg" und „Frieden",beide 16 Fuß hoch, in guter, wirkungsvoller Ausführungtragen. „Willkommen unserm Kaiser" lautet die Inschriftin der Rundung des Mittelbogcns auf der- Seite der Einfahrtin die Stadt, und auf der Seite der Ausfahrt „Heil demKaiser". Nun geht es durch die Straßen des Kaiserwegesentlang. Haus für Haus in vollem Schmucke, in allen mög-lichen Ausführungen unter einem Walde von Fahnen durch.Doch nicht allein die Straßen des Kaiserweges, sondern auchviele Nebenstraßen sind reich geschmückt, und wenn Straßenirgend einer Stadt sich zu buntem Festesschmuck eignen, sosind es viele Straßen Münsters mit ihren vielfach prächtigenGiebeln, deren Mannigfaltigkeit z. B. besonders auf demPriucipalsplatze und dem Roggenmarkte das Bild zu einemreizenden gestaltet, das durch die vielen Lauben mit ihrenSäulen und Rundbogen noch fesselnder und anmuthendcr wirkt.Immer reicher und bunter wurde dieses Festbild bei der stets
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