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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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den Angreifer mit Geschossen zn überschütten. ' Selbstredendgriff auch die Artillerie des Angreifers ein, und es entwickeltesich ein heftiger Artillerickampf, mit dem und unter'dem dasInfllntericgcfecht feinen Fortgang nahm. Nördlich von Mül-hcim ertönte das Infanteriefcucr am stärksten. Dort hatteder markirte Feind (rechtes Scitcndctachement) eine Art vonvorgeschobener Stellung besetzt, gegen die sich die linke Colonnedes Ostcorps (15. Division) entwickelte, indem sie verstärkteSchützenlinien zum Angriff vorschickte. Nach hartnäckigerVertheidigung erfüllte sich auch hier das altgewohnte Schick-sal desMarkirten", er mußte seine Stellung räumen undauf die Linie Schcuen-Drifchdorf zurückgehen, wo er jetzt dierechte Flanke feines Corps bildete, das nun in dichtgedrängterStellung auf feinen Höhen den Angriff des Ostcorps erwartete,Nunmehr waren wir am Brennpunkte des Kampfesangelangt, denn fowohl von Niedcrbcrg als von Mülhcimher rückten beide Divisionen des Ostcorps, vorauf die Schützen-linien, gefolgt von dichten Colonncn, unter betäubendem Feuerzum Angriff vor. Vergeblich vcrfuchte der Vertheidiger, desfcnReserven inzwischen eingetroffen waren, sich durch einen miteiner Brigade ausgeführten Offcnsivstoß gegen das Wäldchenvon Mülhcim Luft zu machen; die beabsichtigte Wicdcr-croberung dieses Stützpunktes mißlang, und der Rückzugmußte - durch das Feuer der Artillerie gedeckt werden. Aberauch dieser schien ihre Stellung nicht mehr sicher genug, undda man jetzt schon mit der Möglichkeit eines wcitern Rückzugsdes ganzen Corps rechnen mußte, so ging schon jetzt ein Theilder Artillerie auf die rückwärts gelegenen Höhen von Berger-hof zurück, von wo aus sie noch immer in das Gefecht ein-greifen, vor allem aber einen etwaigen Rückzug der Haupt-macht durch ihr Feuer decken konnte. Die weitere Entwicklungdes Gefechts sollte zeigen, daß diese Vorsicht nicht unnöthiggewesen war. Eine kurze Zeit gelang es dem markirten Feinde,durch höchste Feuerwirkung den Anlauf der Schützen und Sou-tiens des Ostcorps, das seine Reserven in's Gefecht brachte undmit aller Macht zum letzten und entscheidenden Angriff vor-ging, aufzuhalten. Das Feuer der angreifenden Infanterieund Artillerie wurde nun so stark wie nie vorher und diegrößten Anstrengungen des Vertheidigers vermochten die un-aufhaltfam in Linien und Colonnen vorrückenden und sich

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