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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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diesen, die mächtigen Treppen herunter bis auf den großenTreppenabsatz, diesen ganz füllend, die Siingerschaaren stimmen-weise in geschlossener Phalanx standen. Schon der Ueberblicküber diesen Masscnkörpcr war geradezu von imponircnder Wir-kung. Als aber die ersten Töne durch die mächtigen, wunder-bar akustischen Hallen dnhinbraustcn, da überkam Jeden daserhebende Gefühl, daß solche Leistungen auch den AllerhöchstenHerrschaften aufrichtige Freude machen müßten. Und in derThat, es war so!

Noch während des Vortrags der als einleitende Nummergewählten, von Professor Wcnnigmann dirigirtenLicoesfrei-heit" von Marschncr wurden die Thüren des Kaiscrsaalcs ge-öffnet und die Dirigenten alsbald, nachdem das Lied verklungenwar, den Allerhöchsten Herrschaften vorgestellt. Dieselben er-klärten wiederholt die Ovation für die großartigste, die ihnenauf dem Gebiete des Männcrgesangcs bis jetzt zu Theil ge-worden sei.

Als zweite Nummer sang der Verein Krcutzcrs wunder-bar schönesSchäfers Sonntagslicd" unter der Dircction desKönigl. Musikdirektors A. Grülers-Crcfcld. Hierauf ergriffder Königl. Musikdirektor Herr Julius Tausch von Düsseldorfden ihm bei seinem 25jährigen Dirigenten-Jubiläum von HerrnHofjuwclicrStüttgen dedizirten, prächtigen Dirigentcnstock dernebenbei die Aufmerksamkeit Se. Kaiserlichen Hoheit des Kron-prinzen so erregte, daß er denselben nach dem Gesangsuortragceiner genauen Besichtigung unterzog undHeute scheid ich"klang's in zartestem Piano durch das Künigsschloß. Nochwährend des Vortrages dieser Nummer trat Se. Majestät derKaiser aus dem Saale heraus und ließ sich nach deren Be-endigung den Musikdirector Tausch vorstellen. Hierauf tratder Kaiser freundlich lächelnd an die Brüstung des Treppen-hauses und verneigte sich wiederholt gegen die Sänger, welcheden geliebten Hcldenlaiser mit lautem Jubel empfingen. DerKaiser war in der Uniform des Bonner Husaren-Regimentsund sah prächtig aus.

Se. Majestät sprach es unverhohlen aus, daß es schoneine Freude sei, einen solchen stolzen Chor nur zu sehen; dieüberraschend großartige Ovation mache ihm außerordentlicheFreude. Hierauf folgte von Fallenbcrg - Coblcnz geleitet,Carl Wilhelms reizendeFrühlingszeit" und zum Schlüsse,