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idec des Wasserfestes war von Maler Simmler erfunden;Professor Camphauscn und Maler Ernst Röber hatten dieeinzelnen Ausstattungstheile bearbeitet. In der Mitte desTeiches erhob sich die allegorische Figur der Stadt Düsseldorfmit dem Löwen. Zu beiden Seiten waren Kioske errichtet,der eine die Kunst, der andere die Industrie darstellend durchInsassen lebender Männer und Frauen. Zwischendurch be-wegten sich kleine Boote, Alligatoren, Schlangen, Drachendarstellend. Pfeilschnell sausten sie zwischen dcu großen Bautenhindurch, die sich langsam in verschiedenen Bewegungen grup-pirtcn. Von der Insel trachten Feuerwerke, flogen Leucht-kugeln zum Himmel. Da ertönte brausend der Chor hiesigerGesangvereine. Es war die von dem Maler H. Dcitcrs ge-dichtete, von Tausch coniponirte Fcstcantatc. Ich bin hiernicht in der Lage, Poesie zu treiben, aber der Anblick dieseszweiten Festspicls war ein überraschend großartiger.
Ihre Majestäten hatten sich bereits ohne besonderesAufsehen zurückgezogen, allein der Kronprinz und dessen Fa-milie, sowie die gesummten Gäste verfolgten das phantastischeSchauspiel mit größtem Interesse und ließen sich von Prof.Camphllnscn die nöthigen Erklärungen geben. Wann sich dieHerrschaften entfernt haben, weiß ich nicht; es geschah etwaeine Viertelstunde nach Abgang der Majestäten. Wir habenhier in Düsseldorf das Bild des großen Hofstaates einesgroßen Reiches vor uns gesehen; wir wissen aber auch, daßnicht nur dtc höchsten Herrschaften, sondern anch ihre Um-gebung und ganz besonders die fremdländischen Offiziere sichstaunend über die Großartigkeit auszusprecheu Gelegenheit haben,mit welcher Düsseldorf es versteht, rheinische Gastlichkeit seinemHerrschcrhause gegenüber zu entwickeln.
Es dauerte lange, bis sich die Volksmenge in den Straßenzerstreut hatte; ein ähnliches Wogen und Treiben haben wirkaum erlebt, doch ist alles ohne erheblichen Unfall vorüber-gegangen, und so dürften wir mit Befriedigung auf denKsisertllg in Düsseldorf zurückblicken. Das Fest in allenseinen Einzelheiten zu beschreiben ist unmöglich, darum bittenwir für unsern Bericht, wo er sich lückenhaft und unvoll-ständig zeigen sollte, von vornherein um Nachsicht.
Der Kaiser und die Kaiserin kamen kurz vor 10 Uhrwieder in Vcnrath an und fuhren unter dem Vorritt zweier Gens-