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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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weit, daß ihm, wie sein Malkasten-DramaErika" zeigt,grade das Kennzeichnende der Ticck-Schlegclschen Nomantik,die tragische Ironie, in einer für unsere Tage ganz absonder-lichen Weise zu eigen ist. Er ist ein Dilettant in der Lite-ratur, aber einer jener seltenen Dilettanten, die Meister seinkonnten, wenn sie über die geniale Nachlässigkeit heraus zuernster Arbeit kamen, etwas positiv der Literatur Werthvollcsleisten könnten, die aber mit einer Nonchalance, welche nnsBcrufsmcnschen in Staunen versetzt, ihre Talente mit reizen-der Bescheidenheit verschwenden. Verschwendung war es nunnicht in diesem Falle, es war aber ein sehr glücklicher Ge-danke der leitenden Persönlichkeiten, unsermletzten Noman-titcr", wie ich den russischen Hanptmann, aber wackcrgcsinntenDeutschen, Hcnonmout bezeichne, die Fcstspicldichtung zu über-geben; denn hören Sie weiter:

Die Seherin, die nebenbei bemerkt ganz vorzüglich imVortrage war, beklagt Siegfrieds Tod uud das Versinkendes Nibelnngcnschatzcs im Nhcin. Sie schließt mit den Worten:

Tu stehst au Siegfrieds Leiche in Schmerz zerflossen da,Wie lange wirst du trauern, Chriinhilo Germania?

Darauf siukt sie uieder und wird fortgetragen. DieMusik spielte eine Todteuklnge sHornsolo, Harfe), compouirtvon Musildirector Sehauscil, der Chor beklagt SiegfriedsTod iu schwungvoll elegischen Versen.

Ich habe nicht die Absicht, Ihnen eine Recension znliefern, aber ich darf hier einschalten, daß die musikalischeWirking angesichts der improvisirten Verhältnisse des Localcs,die dcu Bühncumaßstab nicht zuließen, vortrefflich war. Eserscheint das erste lebende Bild, wie alle folgenden von Prof.Vaur und Maler Fritz Nöber gestellt,Chrimhilo bei derLeiche Siegfrieds". Ehrimhild wurde dargestellt von Fräul.Nöting, der Tochter des bekannten Portraitistcn, Siegfriedvon Herrn Assessor Wätjcn. Wie Düsseldorfer Küustlcr le-bende Bilder stellen, ist aus früheren Gelegenheiten bekannt,diesmal

doch

auch

feine Bcrcchuuug

lebenden Bildern so mächtig in die Waagschale fallendenGrenzen von Malerei uud Plastik, die Sicherheit, mit welcherdie Figuren den gemalten Hiutergründcu aubcqucmt waren,ganz abzusehen von der vorzüglichen Ordnnng des Gesammt-