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Besitzungen, und in Folge dessen ein Hervortreten der Pachtwirtschaftenund Parzellenpachte.
4. Das nördliche Hügelland. Beginnt bei der nördlichen Ab-dachung des Schwarzwaldes und zieht sich nord- und ostwärts bisan den Main. (Muschelkalk, Keuper.) Es umfaßt ungefähr einFünftteil des Landes. Hier findet sich ganz allgemein wenig In-dustrie; der landwirtschaftliche Charakter ist hier besonders starkausgeprägt. Kürnerbau und Viehzucht. Von Handels-gewachsen etwas Raps, Mohn, Hanf, Lein, Tabak; starke Schaf-haltung bei ausgedehnten Gemarkungsverhältnissen und häufigemVorkommen von natürlichen Weiden (Ödungen, Brachfluren).Verbesserte Dreifelderwirtschaft mit teilweiser reiner Brache — reinerDreifelderwirtschaft — abwechselnd (Fränkische Hochebene.) Vor-kommen vieler Hofgüter und auch standesherrlicher Besitzungen.Rebbau von ziemlicher Ausdehnung im Neckar- und Tauberthal.Etwas weniger im Iaxthal. Obstbau stark vertreten.
5. Die Rheinebene mit den angrenzenden Vorbergen des Schwarz-Waldes nebst dem Kaiserstuhlgebiet (Diluvium und Alluvium, vul-kanische Gebilde.) Umfaßt fast ein Vierteil des Landes. Es ist diesder fruchtbarste und bcvölkertste Teil des Landes, in welchem sichgrößere, zum Teil industriereiche Städte und Badeorte befinden,welche der bäuerlichen Bevölkerung Absatz und Nebenverdienst ge-währen. Das milde Klima und geeignete Bodenverhältnisse gestatten aus-gedehntesten Hllndelsgewächsbau (Tabak, Hanf, Hopfen, Zucker-rüben, Cichorie). Hauptgebiet des Weinbaues. BlühenderObstbau. Starke Parzellierung des Grundbesitzes, intensivste, zumTeil gartenmäßige Bodenbestellung. Fruchtwechsel, freie Wirtschaft.(Vergl. A. Vuchenb erger, das Verwaltungsrecht der Landwirtschaftund Pflege der Landwirtschaft im Großherzogtum Baden.)
7. Über das Kreditwesen.
Zur Befriedigung des Peisonaltredits dienen dem länd-lichen Grundbesitz in Baden:
1. Die unter einem Landesverband zusammengefaßten ländlichenKreditvereine (Darlehenskassen);
2. Die Sparkassen; mit und ohne Gemeindegarantie.
3. Die Schulze-Delitzschschen Vorschuß-Vereine,Volks-und Gcwerbebanken; und endlich
4. eine geringe Anzahl Raiffeisenscher und ähnlicher Kassen,