28 Zweites Kapitel.
Rechnet man von diesen Summen die Kinder und Bevormundeten,sowie die Gemeinden :c. ab, so ergeben sich die reinen Berufsgruppen.Es verbleiben alsdllnn 63 803 Einleger und 12 918 636 Mark Einlagen.Hiervon entfallen auf die Landwirtschaft treibenden Personen 32150 Ein«leger und 5 685 410 Mark Spareinlagen. Die landwirtschaftliche Be-völkerung ist also an obigen Sparkassen nahezu zur Hälfte beteiligt.
Die Verzinfung der Einlagen betrug im Jahre 1893 durchschnittlichca. 3^°/u. Von den Sparkassen, welche unter 3^/2°/» Zins geben,entfallen 24 auf Oberbayern, 13 auf Niederbayern, 14 auf die Oberpfalz,33 auf Oberfranken, 28 auf Mittelfranken, 21 auf Unterfranken und23 auf Schwaben; von jenen, welche 3V2 bis unter 4°/u geben: 15 aufOberbayern, 20 auf Niederbayern, 15 auf die Oberpfalz, 9 auf Ober-franken, 14 auf Mittelfranken, 23 auf Nnterfranken und 19 auf Schwaben;4°/a Zins gab nur 1 Kasse in Unterfranken.
Die Verwaltungskosten beliefen sich im Durchschnitt auf 100 MarkSpareinlagen
für das Jahr 1893 für das Jahr 1884
in Unterfrankcn 35 ^ 46 ^,
- Oberpfalz 24 - 25 -
- Mittelfranken 22 - 23 -
- Oberbayern 20 - 33 -
- Niederbayern 19 - 22 -
- Schwaben 18 - 20 .
- Oberfranken 15 - 24 -
Die Verwaltungskosten sind demnach in sämtlichen Regierungsbezirkengeringer geworden.
Der Reinertrag des Jahres 1893 ergab in Bayern r. Rh. dieSumme von 2101702 Mark. Im Verhältnis zu den Spareinlagenhatte aus 100 Mark Spareinlagen den höchsten Reinertrag mit 1.38 MarkMittelfranken; die übrigen Regierungsbezirke reihen sich wie folgt an:Oberfranken mit 1.08 Mark, Oberbayern mit 1.05 Mark, Niederbayernmit 1.00 Mark, Schwaben mit 0.9? Mark, Unterfranken mit 0.95 Markund die Oberpfalz mit 0.85 Mark.
Vom Reinertrage wurden zugewendet
dem Reservefonds
den
Gemeinden bezw.Distrikten
in der Oberpfalz
67.9°/°
32.1°/°
- Schwaben
52.6 -
47.4 -
- Unterfranken
40.5 -
49.5 -