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Cs ist die Stimme des Heilandes, der im Garten Gethse-mane auf dem 2lngesichte liegt, betrübt bis in den Tod:
„Ach Vater, liebster Vater mein.Und muß den Flelch ich trinkenUnd mag's denn ja nit anders sein,Laß nit mein' Seel versinken!
Der Vater spricht ihm Mut ein. aber er gedenkt derMutter, deren H>erz gewiß schon Zerrissen wäre, wenn sieseine Schinerzen wüßte. Cr nimmt im Geiste rührendenAbschied von ihr:
„Ade, ade zu guter Nacht,')Maria. Mutter milde!Ist niemand denn, der mit mir wachtIn dieser Ivüsten wilde?"
Ergreifend ist in den beiden letzten Strophen die Teil-nahme der Natur an dem bittern Leiden des Herrn ge-schildert :
„Der schöne Mün will untcrgohn,Hür Leid nit mehr mag scheinen;Die Sterne län ihr Glilzcn stahn,Mit mir sie wollen weinen.
Mein' vogelsang noch HrendenKlangMan höret in den Lüften,Die wilden Tier auch traur'n mit mirIn Steinen und in Müften".
bestehende Strophe das Reimschema Z, I, a d c d « ä aufweist, ist mehr-mals der musikalische Reiz durch Beibehaltung des einen oder garbeider Reime der ersten Kälftc erhöht <->, b a I, :; <ül l-, u >> il !> u, b u !i);freilich sind die Reime nicht immer rein. Mitunter überrascht einseltener uud dabei schöner Reim („genahtem — Atem", llr. 44v. 121/12Z) oder gar ein Doppclrcim („milden Gott — güldenRott". Nr. Z0 v. 8V8Z).
') Man bemerke den Anklang an- Volkslied! Solche AnklängeKommen bei Spe öfters vor und erhöhen die Frische und Volks-tümlichkeit seiner Sprache.