südöstlichen Winkel des Fürstentums Lippe-Detmold, wodie Jesuiten ein Gut besaßen. Hier blieb er etwa einJahr, bis Gustav Adolfe siegreiche Vordringen ihn nachHoln zurücktrieb.
Cs war eine schöne Zeit, die HalKenhagcner Zeit,da Spe in stiller Abgeschiedenheit seinem frommenDenken und Dichten nachhangen Konnte. Damals mnszdie Schrift gegen die ^erenprozesse, c«utiu l-i-immü!^,fertig geworden sein und die geistliche Licdcrsammlung„Trutznachtigall" einen starken Zuwachs erhalten haben.
In Köln war Spe dann zum zweiten Mal als Pro-fessor der Theologie thätig, verfaßte dort auch seineberühmte Crbauungsschrift „Güldenes Tugendbuch" undvollendete die „Trutznachtigall".
In seiner letzten Lebenszeit finden wir ihn abermals hierin Trier. Der Hurfürst VlMpp Christoph vou Sötern hatteim Jahre 16ZZ sein «land an die Franzosen verraten und dieKaiserlich gesinnten Jesuiten anfangs ausgewiesen, dann,nach Zurücknahme der Ausweisung, ihre Schulen geschlossen.Als nun die kaiserlichen durch den Sieg bei Nördlingcndas südwestliche Deutschland in ihre Gewalt bekommenhatten, rückte eine Schar auf Trier los und überrumpeltedie französische Besatzung am 26. März 16ZZ vor Tages-grauen. In einem vierstündigen StraszenKampfe wurdendie Franzosen überwältigt. Vater Spe war sofort mittenim Heuer, um den verwundeten und Sterbenden — gleich-viel ob Freund oder Feind — in ihren Leibes- undSeelennöten beizustehen. Bald nach dem Hriege hielt einpestartiges Hieber seinen Einzug in die unglückliche Stadt,und Vater Spe, im Lazarett ein ebenso unermüdlicherHelfer wie auf dem Kampfplatz, fiel als ein Opfer seinerNächstenliebe; im 4Z. Lebensjahre wurde er von derSeuche dahingerafft, am ?. August 16ZZ. Cr wurde inder Gruft der Jesuitenkirche beigesetzt; auf seinem Sargeliest man die schlichten Worte: Mo iaeßt l^riäkrieu» ßpk-