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Friedrich Spe von Langenfeld : Vortrag, gehalten in der allgemeinen Versammlung der Gesellschaft für Nützliche Forschungen zu Trier am 11. Juni 1893
Entstehung
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Grafenstand erhoben worden ist. Das ritterliche Stannn-gnt Langenfeld liegt bei wankum im kreise Geldern.Ein Friedrich 5pe war im sechzehnten Iahrhnndert 2lmt-mann zn Haiserswerth, aller Wahrscheinlichkeit nach derGroßvater des berühmten. Der Vater. Peter mit Vornamen,bekleidete ebendort dasselbe Amt und war zugleich Küchen-meister, nachmals AofschenK des Hnrfürstcn von Holn,was über ihn berichtet wird, beweist, daß er ein dienst-treuer Beamter und glaubensfester Katholik war. Ihmwurde Friedrich als vierter 5ohn am 25. Februar 1591zu Haiserswerth geboren.

5pes fugend fällt in jene unselige Zeit, wo dassozial und politisch zerrüttete, durch Glaubenszwist gespal-tene Deutschland allmählich dem dreißigjährigen Hriegezutrieb. Kein Wunder, daß in dem ernst angelegtenKnaben, nachdem er aus dem Elternhaus an das Jesniten-giMnasium zu Köln übergegangen war, der Entschlußreifte, Mitglied eines Ordens zu werden, der ihm alsdas Ideal christlicher Gesinnung uud Gesittung erschien.Neunzehn Jahre alt, trat er zu Holn in dieGesellschaftJesu" ein und wurde dem Novizcnhause zu Trier über-wiesen. ß,ier blieb er drei Jahre. Ilach Holn zurück-gekehrt, war er zunächst als Lehrer am JesuitcngiMna-sium, dann, nach Empfang der Priesterweihe, als Professorder Theologie thätig.

1624 sandten seine Obern ihn nach Vaderborn aufWunsch des Hurfürsten Ferdinand von Holn, der auchBischof von Vaderborn war. In Vaderborn hatte sichnämlich ein großer Teil der Bevölkerung, namentlich derAdel, dem Protestantismus zugewandt, und für die ge-plante Gegenreformation schien Keine Hraft geeigneterals der ebenso liebenswürdige uud taktvolle wie eifrigeund beredte Pater Spc. Die Erfolge seiner Wirksamkeitentsprachen auch deu Erwartungen, aber schon zu Anfangdes Jahres 162? wnrde ihm ein anderes Arbeitsfeld zn-gewiesen, das abseits lag vom 5trcite der Bekenntnisse.