Druckschrift 
Der hl. Suitbertus, Apostel des bergischen Landes : Festspiel mit 3 lebenden Bildern
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

Bergter), das Gebiet des nachmaligen Herzogtums Berg,ist unser jetziges bergisches Land. Suitbertus Hess dieGötzenbilder der Heiden zerstören und erbaute an deiiGrenzen Westfalens und im Lande der Borukterer, dieer fast alle bekehrt hat, mehrere Kirchen und weihtesie ein. Als Orte, wo der hl. Suitbert längere Zeitpredigte und durch Wunder, die in der Legende ge-schildert werden, dem christlichen Glauben Eingang ver-schaffte, werden u. a. Ratingen, Mettmann und Himmel-geist (Humilgise) bei Düsseldorf genannt. In unsererunmittelbaren Nähe, in oder bei Mettmann, soll dasSuitbertus-Kloster gestanden haben.

Nach den Mitteilungen Beda's hat Suitbertushöchstens 7 Jahre unter den Borukterern gearbeitet, bisdie Altsachsen in das Land eindrangen und die Gläubigensich nach allen Seiten zerstreuten. Auch der frommeBischof Suitbert flüchtete und suchte Schutz bei Pipin>der damals in Köln residirte. Dieser schenkte autBitten seiner Gemahlin Plektrudis dem Heiligen einEiland oder Werd am Niederrhein als Aufenthaltsort.Die Insel hiess später „insula sancti Suitberti," auch„Caesaris-Werda" oder Kaiserswerth. Hier erbauteSuitbert ein neues Kloster, das seinen Namen trug undJahrhunderte lang bestand.

So war also der eifrige Missionar aus einem un-stäten, gefahrvollen Wirken in die ruhigere Stellungeines Abtes gekommen. Als solcher führte er noch einegute Weile hindurch ein sehr ascetisches Leben bis zuseinem „Geburtstag für den Himmel", wie die Kircheso schön den Todestag ihrer Heiligen nennt, am1. März 713. Möge das Festspiel, welches seinen Namen