Ms. B 87
2 ra - 152 vb Haimo Altissiodorensis: Expositio in Apocalypsin. >Incipitexposicio domini Haymonis in librum Apocalipsis.< (2 ra_va ) Prolog; (2 va -152 vb ) Text. - PL 117, 937-1220 (Kapitelrubriken der Hs. teilweise nichtanalog der Kapiteleinteilung der Vulgata positioniert). Glorieux, Pourrevaloriser Migne, S. 57. Stegmüller RB Nr. 3122 mit Suppl. DSAM Bd. 7,Sp. 91-97, bes. 93.-153™ leer.
Ms. B 87
Lectiones officii (Prophetae maiores. Epistolae Pauli.Augustinus)
Pergament ■ 278 Bl. ■ 36 x 25 • Rheinland (Altenberg, Zisterzienserabtei ?)• 14. Jh., 1. Viertel; 15. Jh., 2. Hälfte
Lagen: (III-l) 5 + (IV-1) 12 + 15 IV 132 + (IV-2) 138 + 12 IV 234 + III 240 + 4 IV 272 + III 278 • Textverlust:vor Bl. 1 ursprüngliches Anfangsbl. der Hs. bis auf geringen Rest (ca. 27 x 5; nicht mitfoliiert)herausgeschnitten; ein Bl. zwischen Bl. 5/6; nach Bl. 278 • Lage 2-35 Reklamanten; fernerKustoden: IF S -XXXV (auf Schlußseiten; teilweise zusätzlich Griffel-Kustoden auf Anfangsseiten);Lage 25-35 Doppelblattzählung: <i>-;7/7; <\>-viii... xxv-xxviii; <a>-d; e-h; i-m; <xxix>-xm7 •Schriftraum 26 x 18 ■ 2 Spalten • 24 Zeilen; l ra -5 vb , 273 ra -278 vb 29 Zeilen • sorgfältigegotische Textura (bei Schreiber A stärker gerundet); l ra -5 vb , 273 ra -278 vb spätgotische Textualisformata • 2 Hauptschreiber (A: 6 ra -100 vb , 139 ra -158 va ; B: 101 ra -138 va , 158 va -272 vb ); 1Nachtragsschreiber (C: l ra -5 vb , 273 ra -278 vb ) • Hauptteil 6 ra -272 vb rubriziert, hellrote Lombarden;an den Textanfängen 3-6-zeilige, blau-rot ornamental gespaltene Fleuronne-Initialen, im Binnenfeldkleinteilige rote Garben oder Knospen mit blauem Kern (241 ra auch umgekehrt), Perlen- undFadenbesatz, vielfach blau-rote Keilstäbe; auf oberster Zeile häufig vergrößerte, ornamental verzierteMajuskeln (Cadellen-Frühform), daran stellenweise kleine Drölerien: 179* Vögel; 188 vb Bläser; 209 rbDrache; 244 ra Mann mit Fisch. Ergänzungen l ra -5 vb , 273 ra -278 vb rubriziert, rote Lombarden; aufBlattrest vor Bl. 1 (s.o.) recto weitgehend erhalten blau-rot ornamental gespaltene, auf dem linkenRand auslaufende Initiale I (wahrscheinlich des Wortes „Incipit").
Brauner Halbledereinband über Pappe; Düsseldorf, 19. Jh. • Spuren von Blattweisern • zwischenBl. 5/6 schmaler Streifen aus einer lat. liturgischen Notenhandschrift, Pergament, 14. Jh.,offensichtlich Gegenfalz des verlorenenen Vorderspiegels eines früheren Einbandes • imFalzbereich vielfach schmale Fragmente mehrerer lat. theologischer Pergament-HANDSCHRIFTEN des14. Jh. zur Ausbesserung verwendet.
Der Stil der Schrift und Fleuronne-Initialen deutet daraufhin, daß die Hs. im 1. Viertel des 14. Jh. imRheinland entstand, vielleicht in der Zisterzienserabtei Altenberg, aus deren Bibliothek sie stammt;die Texte l ra -5 vb , 273 ra -278 vb sind Ergänzungen auf separaten Lagen, ausweislich des Schriftstils ausdem späteren 15. Jh. Die Hs. enthält Officiumslektionen (als fortlaufende Texte) des Temporale zuden Nokturnen für den Zeitraum kurz vor Advent (November: Ez, Dn) bis zur Fastenzeit (Augustinus,Ier), und zwar ausweislich der Dreiteilung der Lektionen und der Textauswahl ausschließlich fürWerktage. Da die Disposition auf zisterziensische Gewohnheit deutet (Näheres s.u.), könnte die Hs. inder Altenberger Abtei für den Eigenbedarf hergestellt worden sein; die ursprünglicheLektionenzählung im Text (durchgehend I — III; in Rot) wurde (dort) mehrfach von späteren Händendurch Neubezifferung auf den Rändern modifiziert • der nach Aufhebung der Altenberger Abtei im
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