Ms. B 84
ingressum inducere (Köln, 1473/77; GW 10672; Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 397). 2) BI. 145-152: Hieronymus: Narratio de monacho Malcho (Zwolle, um 1479; Copinger 2976;Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 537). 3) Bl. 153-185: De accentibus SYLLABARUM (Deventer, um1480; GW 136; Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 1).
Die Hs. besteht aus drei Teilen: I: Bl. 2-22; II: Bl. 23-109; III: Bl. 122-144 (äußere Beschreibung dereinzelnen Teile s.u.) ■ Bl. 1 vorderes Vorsatzbl. mit Wz. Buchstabe P, oberer Teil (fast identischmit Teil II, Bl. 63-71; s. dort): recto Federproben von mehreren Händen des 15./16. Jh., verso kurzerInhaltsvermerk zum Band von einer Hand des 17./18. Jh. • Bl. 186 hinteres Vorsatzbl.: Fragmenteiner lat. Papierhandschrift des späteren 15. Jh., möglicherweise Ausschuß der Produktion desDüsseldorfer Kreuzherrenkonvents (s.u.), ursprüngliches Blattformat etwas größer als das des Bandes,kein Wz.; Text zweispaltig in gotischer Hybrida, eine Hand, rubriziert. Erhalten Teil einerspätmittelalterlichen Predigt (möglicherweise zu Rm 15,4: Quaecumque enim scripta sunt ...):(186 ra ) || presentis [?] sermonis tunc principaliter ad nostram doctrinam Septem sunt scripta. Primumestfides catholica ad credendum ... -... (186 vb ) pena inferni maior est ||.
Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit hellbraunem Leder erneuert), auf demVorderdeckel Streicheisenlinien (Mittelfeld diagonal geteilt; Streifenrahmen) und Einzelstempel(durch Abrieb teils unkenntlich); Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, spätes15. Jh. Identifizierbare Stempel: Adler in Raute; 2 Rosetten (jeweils u.a. auch Ms. B 77); fernervermutlich Schunke Adler Nr. 94; Greif Nr. 30a ■ Reste einer Mittelschließe • Blattweiser ausPergament • als Spiegel Fragmente eines lat. Psalters, Pergament, 13. Jh., 1. Hälfte, vorneEinzelbl. sowie schmales Fragment eines weiteren Einzelbl., letzteres heute freistehend und als Bl. Igezählt; hinten Einzelbl. Erhalten: (Vorderspiegel) Schluß des Meerliedes des Moses (Ex 15,19),Beginn Canticum Habakuks (Hab 3,1-8); (freistehendes BI. I) Schluß des ,Magnificat' (Lc 1,55),,Nunc dimittis' (Lc 2,29-32), Teile des Athanasianum; (Rückspiegel) Teile des Gesangs der dreiJünglinge (Dan 3,76-86) und des Canticum Zachariae (Lc 1,68-71) • als Ergänzung desRückspiegels schmales Fragment eines lat. Breviers, Pergament, 14. Jh. Erhalten: Teile der Texte zuPfingsten.
Teil I 1367/68 geschrieben von Albertus, Pfarrer in „Goedinghen" (vgl. 18 v , 22 r ), vielleichtGoedingen/Goedange/Geidgen in Luxemburg. Teil II — III in geringem zeitlichen Abstand um 1485/90(Wz.) im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf geschrieben, da Schreiber von Teil II auch imwahrscheinlich dort geschriebenen Ms. B 6 nachweisbar (vgl. auch Wz.-Parallelen; s.u.) und da dieHs. dort unter Verwendung einer zu Teil II passenden Papiersorte gebunden wurde (s.o.) • Hs.gehörte dem Kreuzherrenkonvent Düsseldorf (Handschriftencensus Rheinland Nr. 541 irrtümlich:„Marienfrede, Kreuzbrüderkonvent"), wie Reste eines für die dortige Bibliothek typischen Titel- undSignaturschildes des 15./16. Jh. auf dem Vorderdeckel zeigen (lesbar nur Signaturbuchstabe £), einentsprechender Besitzvermerk befand sich wahrscheinlich auf dem herausgerissenen oberen Rand vonBl. 1. Somit kam die Hs. wie die übrigen Hss. dieser Provenienz Ende 1812 in die HofbibliothekDüsseldorf ■ auf dem Vorderdeckel links unten geringe Reste eines früher auf Rücken undDeckelansätze geklebten Papierschildes.
Van de Pasch, Bibliotheca, S. 10, 40, 45, 50 ■ Kristeller S. 522 ■ Krämer S. 166 •Handschriftencensus Rheinland Nr. 541.
I
Bl. 2-22: „Goedinghen" (Goedingen/Goedange/Geidgen in Luxemburg ?); 1367/68 • Bl. 6, 7, 16Pergament • Wz.: Siebpaar Kreise Typ Briquet 3182 (1368) • Lagen: V 11 + (IV+3) 22 • Lage 1Reklamant ■ Schriftraum: (2-18 v ) 16 x 10; (19-22 v ) 18 x 12,5 ■ 53-60 Zeilen • NotulavonderHand des Pfarrers Albertus • rubriziert.
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