Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
Seite
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Ms. B 74

Fronleichnam). (206 v -207 ra ) [D]e tocius mundi operibus legisti, quia ipsedixit et facta sunt, ipse mandavit et creata sunt... ... nullus horror cruorissit, etprecium [...]. (Ex Legendario Romano, Lectiones 2>-^ (Teils). Druck:Lambot, aaO, S. 99, Z. 78-100, S. 100, Z. 114. - 207 rb ~ vb ; 208(Nachsatzbl., ursprünglich Spiegel) leer.

Ms. B 74

Gerson, Johannes. Kempf, Nicolaus (?). Tractatus de effectussacrae communionis. Stella clericorum. Gebeno Eber-bacensis. Ps.-Thomas de Aquino

Papier I + 264 + I Bl. 21,5x14,5 Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?);Westdeutschland 15. Jh., 3. Viertel

Die Hs. wurde im 15. Jh. aus sechs Teilen zusammengesetzt.

Braunes Rindleder über Holzdeckeln; doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und einRautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel. Arbeit der Werkstatt des KreuzherrenkonventsMarienfrede, 15. Jh., 2. Hälfte. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet beiKarpp-Jacottet, Marienfrede Resteeiner Schließe; vier Buckel aus Holz (!) auf dem RückdeckelMerker aus hellem Pergament gleichzeitiges Inhaltsverzeichnis auf dem Rücken Brandkreuzim oberen Schnitt (Marienfrede); alter Titel Johannes Gerson super materiam [?] celebracionis [18.Jh. ?] auf dem vorderen Schnitt.

Nach dem Wz.-Befund entstand Teil I im dritten Viertel des 15. Jh. Die genau identifizierten Wz. inden Teilen II und III belegen, daß diese Teile um 1470 entstanden sind. Da zwei der hiernachgewiesenen Siebpaare auch in Hss., die 1469 bzw. 1473 im Kreuzherrenkonvent Marienfriedegeschrieben wurden, vorkommen, entstanden auch diese Teile sehr wahrscheinlich dort. Auch dieübereinstimmenden Schreiberhände in den Teilen I und III und die wohl von einer einzigen Handeingetragenen Fleuronne-Initialen in den Teilen I III deuten auf eine identische Schriftheimat. DieDatierungen der etwa gleichzeitig entstandenen Teile IV-VI (15. Jh., 3. Viertel) beruhen ebenfalls aufdem Wz.-Befund. Die Schriftheimat dieser Teile ist unbekannt, aber wegen der Schrift inWestdeutschland zu vermuten. Die in Teil III mit eingebundenen Bll. 134-144 (eine Lage)entstanden, wie es der Wz.-Befund belegt, schon um 1410-1415 die Besitzvermerke auf Bl. 134 rbeziehen sich ausschließlich auf Bl. 134-144: Iste liber pertinet executoribus domino Johannis Stoir[?] [15. Jh., durchgestrichen]. Datus est nobis iste tractatulas a domino Theoderico de Dynslaken[Dinslaken bei Wesel], altarista in Ghenham [Genheim bei Koblenz ?], ex parte testamenti dominiThome de Humre [Homer bei Borken in Westf. ?], quondam pastoris in Hysrodt [?]. Orate pro eis[15. Jh.] der Vermerk am Anfang der Teile IV und V (Bl. 150 r und 168 r ) Orate pro JohanneAmelonck bezieht sich wohl auf den Vorbesitzer dieser Teile der Hs., Johannes Amelonck (Nähereszur Person s. Ms. B 7). Wohl aus seinem Besitz gelangten Teil IV und Teil V in die Bibliothek desKreuzherrenkonvents Marienfrede die Hs. (in ihrer heutigen Zusammensetzung) stammt aus der

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