Ms. B 33
200 r - 20 l v Predigtmaterialien. (200 r ) Exemplum. In Passione Dominirelevatus [?] exemplar perfectionis omnium virtutum ut iam supra estfactum ... (200 v ) Nisi habundaverit ... [Mt 5,20]. Duo tanguntur in hocEwangelio, quorum unum est super omnia, que possunt dici ... (200 v )Audistis, quia dictum ... [Mt 5,21]. Hoc est unum deXpreceptis ... (201 r ) Aboccultis ... [Ps 18,13]. Nota. IX suntpeccata aliena. Primum est iussio, cumiubet aliquis aliquem precare de gratia ... (20l v ) [Petrus Cantor: Sermo infesto Omnium sanctorum.] Vidi turbam ... [Apc 7,9]. Thronus iste, quemvidit Johannes, est collectio sanctorum ... - Schneyer Bd. 4, S. 732, Nr. 104.Nachgetragene Notizen (15. Jh., 2. Hälfte), an manchen Stellen unleserlich.
Ms. B 33
Bernardus Claraevallensis. Commentarius in Ps 118
Papier • II + 205 Bl. • 21 x 14,5 ■ Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?);Westdeutschland • um 1450-1455
Die Hs. wurde im späten 15. oder im frühen 16. Jh. aus zwei Teilen zusammengesetzt.
Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel); doppelte unddreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld;Einzelstempel: kleiner herald. Adler (nach rechts, rhomb., umrandet), Blüte sechsblatt (nichtumrandet), Lilie (nicht umrandet) ■ Reste von zwei Schließen • Reste der alten Signatur D IUI (?)auf dem Vorderdeckel (Etikett, 15. Jh., 2. Hälfte oder 16. Jh.) • Rücken beschädigt • Fragment imRückdeckel: Pergament; 13,5 x 21; gotische Kursive. Teil einer Urkunde, datiert 1427, starkabgerieben, nur stellenweise leserlich.
Der Wz.-Befund deutet für beide Teile der Hs. auf eine Entstehung um 1450-1455 • die Hs. stammtaus dem Kreuzherrenkonvent in Düsseldorf. Besitzvermerk auf Bl. I r : Iste über pertinet conventuifratrum ordinis Sande Crucis in Duysseldorp [16. Jh., 1. Viertel] • Schrift und Ausstattung vonTeil I sind denen in anderen Handschriften aus dem Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent sehr ähnlich;vermutlich ist dieser Teil auch dort entstanden. Jedes der vier Wz. in Teil I kommt auch in denPapiersorten vor, die für Ms. B 40 benutzt wurden. Die schlichte kursive Schrift in Teil II ist dagegenin Hss. dieser Herkunft nicht üblich; es fehlen hier außerdem die in Kreuzherren-Hss. häufigvorkommenden Fleuronne-Initialen. Dieser Befund läßt vermuten, daß Teil II zwar inWestdeutschland, aber wahrscheinlich nicht im Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent entstanden ist. DieEinbandstempel (s.o.) sind auf weiteren Einbänden aus dem Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent belegt(Ms. B 40, Ms. B 41 u.ö.). Der Pergamentstreifen zwischen Bl. I und II stammt aus derselben Hs. wiedie bemerkenswerten Makulaturfragmente (Schreibübungen) in den Deckeln von Ms. B 40.
Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 494.
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