Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
Seite
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Ms. B31

(blattgroß, beschädigt): Kreuzigung Christi durch die Tugenden. Laut Swarzenski 1936 (s.u., mitAbb. 158) bezieht sich die Miniatur auf eine Textstelle in der auf Bl. 123 r anfangenden Osterpredigtdes Bernhard von Clairvaux. Ferner abgebildet in Ph. Verdier, Un monument inedit de l'art mosan duXlle siecle. La crucifixion du Walters Art Gallery, in: Revue beige d'archeologie et d'histoire d'art30, 1961, S. 115-175, hier 170-171; H. Kraft, Die Bildallegorie der Kreuzigung Christi durch dieTugenden, Frankfurt 1976 (Diss. Berlin), S. 167 (Abb. I); J. Hamburger, The Rothschild Canticles,New Haven/London 1990, Abb. 141. Zu Ikonographie und Parallelüberlieferung s. H. Swarzenski,Beiträge zur Niederrheinischen Buchmalerei, Berlin 1934, S. 27-28 (diese Hs. besprochen); A.Katzenellenbogen, Allegories of the virtues and vices in mediaeval art, London 1939 (Neudr. Nendeln1968), S. 38-39 (diese Hs. genannt); P. Thoby, Le Crucifix des origines au Concile de Trente, Nantes1959, S. 138 (dazu die Rezension v. E. Lucchesi Palli in: Zs. f. kathol. Theologie 84, 1962, S. 359-368, hier 366); R. Füglister, Das lebende Kreuz, Einsiedeln 1964 (Diss. Freiburg/CH), S. 130-133(diese Hs. genannt); G. Schiller, Ikonographie der christlichen Kunst, Bd. 2, Gütersloh 1968, S. 149-152 (diese Hs. genannt); G. Plotzek-Wederhake, Buchmalerei in Zisterzienserklöstern, in: Kat.Zisterzienser, S. 357-378, hier 375-376; Kraft, Bildallegorie (s.o.), passim (diese Hs. besprochen S.6-14); Hamburger, aaO, S. 75; Regensburger Buchmalerei. Von frühkarolingischer Zeit bis zumAusgang des Mittelalters, Red. F. Mütherich und K. Dachs, München 1987, S. 84, Nr. 61 und Abb.133; H. M. Barth, Liebe - verwundet durch Liebe. Das Kreuzigungsbild des Regensburger Lektionarsals Zeugnis dominikanischer Passionsfrömmigkeit, in: Beiträge zur Geschichte des BistumsRegensburg 17, 1993, S. 229-268 (diese Hs. besprochen S. 232-233) historisierte Initialen: (23 rb )Initiale G mit Geburt Christi; Swarzenski 1936 (s.u.), Tafelbd, Abb. 159; (51 ra ) Initiale H mitDarbringung Christi; (94 vb ) Initiale Q mit Verkündigung; ebd., Abb. 160; (170 rb ) Initiale T mitKrönung Maria; ebd., Abb. 161. Die Initiale auf Bl. 123 ra wurde ausgeschnitten Bl. 9 va , 32 va , 37 rb ,136, 148 rb , 153 va , 157 rb , 162 ra , 184 vb , 187 ra , 189 vb und205 va 5-10-zeiligeFleuronne-Initialen.

Helles Schweinsleder über Holzdeckeln; auf dem Vorderdeckel die Datierung 1607 und die nichtidentifizierten Buchbinder-Initialen SVS; qualitätvolle Rollenstempel im Renaissance-Stil, darunterein Stempel mit den Figuren der Fides, Fortitudo und Caritas mit der Inschrift FIDES. I EST.SU IIFORT1T I UDO.70 II CAR1T I AS BEN.; s. dazu K. Haebler, Rollen- und Plattenstempel des XVI.Jahrhunderts, 2 Bde. Leipzig 1928-1929 (Neudr. Nendeln/Wiesbaden 1968), Bd. 2, S. 45 (Haeblerliest TO statt 70) frühneuzeitl. Metallbeschläge, zwei Schließen (eine defekt); fast identischeBeschläge auf den Einbänden der Hss. Berlin SB Ms. lat. fol. 737 und Hdschr. 328 Fragment Bl. I(früher Spiegel): Pergament; 26,5 x 18,5; Schriftraum 21 x 13; 2 Spalten; 40 Zeilen; gotischeTextualis; rubriziert. Bl. I va 6-zeilige rot/blau geteilte Fleuronne-Initiale. 14. Jh., 1. Hälfte. I r leer; I vaus: [Ps.-Bernardus Claraevallensis: De interiori domo.] Prooemium und Cap. 1(unvollständig). Druck: PL 184, 507-510, Z. 4 (bis ... videns se nudam) Fragment Bl. 227 (früherSpiegel): Pergament; 26,5 x 18; Schriftraum 20,5 x 12,5; 2 Spalten; 35 Zeilen; qualitätvolle gotischeTextualis; rubriziert. Rheinland (?); 13. Jh., 3. Viertel. 227 ra_vb aus: [Bernardus Claraevallensis:Sermones per annum.] Dominica in Kalendis Novembris. Sermo 5 (am Anfang und am Endeunvollständig). Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 318, Z. 22 - S. 321, Z. 23. Das Fragment stammtaus einer Schwesterhs. des Ms. B 31: Schriftraum und Zeilenzahl sind identisch, der Textanfang vonBl. 227 r entspricht genau dem Textanfang von Bl. 210 r ; Bl. 227" enthält nur sieben Wörter mehr alsBl. 210 n . Dieser Befund läßt vermuten, daß Fragment und Hs. in derselben Werkstatt hergestelltwurden.

Schrift und Miniaturen weisen darauf hin, daß die Hs. im 3. Viertel des 13. Jh. im Rheinlandentstanden ist. Laut Kraft, Bildallegorie (s.o.), S. 6 und 131 wurde sie von der Hand einesniederrheinischen Künstlers ausgestattet. Die öfter vertretene Auffassung, die Hs. sei in Heisterbachentstanden, beruht wohl nur darauf, daß sie dort seit 1683 aufbewahrt wurde. Laut Vermerk auf Bl.

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