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1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
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Ms. B 24

Ms. B 24

Paulus de Hungaria. Summa confessorum. HonoriusAugustodunensis. Petrus de Palude. Alcherus Claraevallensis(?). Florigerus sive Liber florum Augustini. Ps.-Augustinus.Ps.-Bernardus Claraevallensis. Regimen conscientiae

Papier 188 Bl. 22x15,5 Deutschland (?); Rheinland (?) 14. Jh., 2.Drittel; 1336; 1380

Die Hs. wurde im 15. Jh. aus vier Teilen zusammengesetzt.

Braunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel); doppelteStreicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel:herald. Adler (klein, nach rechts, rhomb., umrandet), Rosette (sechs Bll., eckig, offen), Christuskopf(quadrat., umrandet) Reste von zwei Schließen alter Titel [Re]gimen [...] auf dem

Vorderdeckel (15. Jh, 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel) Merker aus hellem PergamentFragmente: Teil eines Einzelbl. als Spiegel im Vorderdeckel und ein Teil eines Doppelbl. als Spiegelim Rückdeckel; Pergament. 14 x 21 und 14 x 22. 2 Spalten; Spaltenbreite 9. Gotische Textualis;rubriziert. 14. Jh., 1. Hälfte. Aus einem Missale. Textpartien der Missa pro defunctis.

Die Datierung der Teile I und III beruht im wesentlichen auf der Datierung der identifizierten Wz.Obwohl die benutzten Papiersorten wohl alle in Italien hergestellt wurden, entstanden diese Teilenach dem paläographischen Befund eher in Deutschland. Teil II entstand 1336 (s. Bl. 36 v ), wohl auchin Deutschland, aber ebenfalls auf italienischem Papier. Auch Teil IV enthält eine Datierung derSchreiberhand: 1380 (Bl. 186 ra ). Der Schreiber dieses Teils nennt sich Matthias de Aquis (auchAachen); er war wahrscheinlich in Westdeutschland, vermutlich im Rheinland tätig nach den

Angaben in einem Legatierungsvermerk auf Bl. 186 rb (15. Jh., 1. Hälfte) war die Hs. im Besitz desHenricus Eycholz: Iste liber post mortem patris [?] / Henrici Eycholz pastoris Indulg(entiarum) Ilegandum est [...] I prespitero [?] de [...]a sine contradictione I aliq[...]nt oretis pro anima sua. DerVermerk wurde stellenweise unleserlich gemacht und durchgestrichen; es ist unsicher, ob er sich nurauf Teil IV oder auf die ganze Hs. bezieht. Henricus Eycholz ist 1438 als Pfarrer an der Pfarrkirche S.Mariae Indulgentiarum (S. Maria Ablaß) in Köln belegt (s. Keussen Bd. 1, S. 225, Nr. 35, dort:Eycholtz) spätestens gegen Ende des 15. Jh. befand sich die Hs. (in ihrer heutigenZusammensetzung) in der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf. Dies belegt derBesitzvermerk auf Bl. l r : Item [!] liber pertinet fratribus sancte Crucis in Duysseldorp et continenturin eo isla ... [15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel]. Die Einbandstempel wurden in der Buchbindereidesselben Klosters benutzt (der Adler-Stempel kommt auch auf den Einbänden von Ms. B 15 und Ms.B 23 vor).

Kurz, Augustinus, 5,2, S. 143 Krämer S. 172 Handschriftencensus Rheinland Nr. 484.

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