Ms. B 14
in Quadragesima Dauentrie -Jo Gebynch canonicus Dauentriensis. Druck:ed. P.G. Ricci. Rom 1950. S. 25-98. Kristeller s.o. (Lit.) In der Hs. lib. I-IVmit zusätzlicher Unterteilung in Kapitel (marg., in arab. Ziffern),Marginalien des Schreibers.
Ms. B 14
Augustinus, Aurelius
Papier und Pergament • I+175 + IB1. ■ 29x20,5 • Westdeutschland • 15.Jh., 3. Viertel (?)
Pergament: das äußere und innere Doppelbl. jeder Lage • Wz.: Buchstabe Y (3 Siebpaare) TypBriquet 9177-9183 (1451-1483); Buchstabe P (nur Bl. 74) Gruppe PiccP III 521-524 (1469-1471) •Lagen: 12 VI 144 + VII 158 + VI 170 + (III-l)' 75 • Reklamanten der Schreiberhände; Lagensignaturenab <al> (Bl. l r ), <a2> (Bl. 2 1 ), usw. bis/?<3> (Bl. 173 1 ) undp<4> (! Bl. 174 r ) ■ Schriftraum 20-21x 14-15 • Schreiber 1 33 Zeilen, Schreiber 2 34-36 Zeilen • qualitätvolle gotische Hybrida vonzwei Schreibern, Schreiberwechsel auf Bl. 33 m rubriziert ■ Bl. l ra 9-zeilige, rot/blau geteilteInitiale mit rotem und grünem Fleuronne, Bl. l va 8-zeilige Initiale vom gleichen Typ, beide von guterQualität.
Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh.); doppelte Streicheisenlinien bilden einenAußenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel wegen der Abnutzung desLederbezugs nicht identifizierbar • Spuren einer Kettenbefestigung am Rückdeckel (oben)Merker aus rotem Pergament • Rücken restauriert, Deck-, Vor- und Nachsatzbll. neu (1968) • aufdem Vorderschnitt: Aug. de Trinitate (Quentel ?).
Nach den Angaben im Kolophon wurde die Hs. am 10. November 1433 fertiggestellt (s. Bl. 174 va ).Da der anonyme Schreiber den hl. Augustinus hier als pater noster bezeichnet, war er Angehörigereines Ordens, der die Augustinerregel befolgte. Schrift und Ausstattung deuten auf eine Entstehung inWestdeutschland, möglicherweise in einem Kreuzherrenkonvent oder in einem Kloster derKongregation von Windesheim. Die Jahreszahl 1433 im Kolophon steht im Widerspruch zu derDatierung nach dem Wz.-Befund, der eher auf eine Entstehung im 3. Viertel des 15. Jh. hinweist.Vermutlich wurde die Datierung aus der Vorlage übernommen. Die Schrift und der Stil derFleuronne-Initialen schließen jedoch die frühere Datierung nicht aus; vgl. Manuscrits dates conservesen Belgique, Bd. 2: 1401-1440, Manuscrits conserves ä la Bibliotheque Royale Albert I er Bruxelles,Brüssel 1972, Abb. 283-285 (Brüssel Bibl. Royale Ms. 384, Bibel aus Köln ?, 1423) • Die Hs.stammt aus der Bibliothek des Zisterzienserinnenklosters Kentrop (bei Hamm). Besitzvermerk Adbibliothecam in Kentrup. 1673 (Bl. l v ), vermutlich von der Hand des Johann Jakob von Quentel,Zisterzienser aus Altenberg, Propst von Kentrop (zur Person s. zu Ms. B 42).
Kurz, Augustinus, 5,2, S. 142 • Krämer S. 392 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 474.
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