Ms. B 2a
Marcellinus und Petrus (2. 6.), Bonifatius, Medardus, Primus undFelicianus, Virus (15. [!] 6., ohne Modestus und Crescentia), Basilides etc.(12. [!] 6.).
Ms. B 2a
Johannes Castellensis
Papier • 10 Bl. ■ 9x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent ■ um 1470
Mischband, handschriftlich Bl. 165-171 (2. Stück) = Ms. B 2a. Vorgebunden eine Inkunabel(M.Th.u.Sch. 12, Ink.), Bl. 1-164 (die beiden folgenden leeren Bll. ausgeschnitten): Mariale super,Missus est' des Ps.-Albertus Magnus, De laudibus BMV [Köln: Ulrich Zell, um 1473]; GW 678.Inkunabelkatalog Düsseldorfs. 80, Nr. 14. -
Ms. B 2a: I Quinternio (Bl. 165-174) ■ Wz.: Buchstabe P, PiccP IX, -945 (1468, Arnheim) und-951 (1470/71); -956 (1470, Nideggen [Düren]) • jetzt foliiert • Schriftraum 21 x 15 ■zweispaltig • 42^6 Zeilen • schleifenlose Bastarda einer Hand ■ 1 vierzeilige rote Initiale mitAussparung (Bl. 165 ra ) • rubriziert.
Brauner Ziegeniederband der Zeit, aus der Klosterwerkstatt; VD durch Streicheisenlinien unterteilt inAußen- und Innenstreifen, Mittelfeld durch Raute und Diagonalen geteilt; 5 kleine Einzelstempel(Federblattrosette, kl. Lilie, 6blättrige Rosette, alle offen; kl. Adler in Raute, umrandet; Fabeltier imQuadrat: Schunke S. 108,7), dazu auf dem HD (dessen Aufteilung vereinfacht) werkstatt-typisch:Schweißtuch der Veronika, im Quadrat; vgl. insgesamt Schunke Bd. 2, S. 70. 2 Schließen abgerissen,Ansätze und Haften erhalten; angesetztes Zierkapital mit Lederflechtung; Schnitte gelb getönt.Pergamentspiegel: im VD zu 2 Dritteln ausgeschnitten; hinten beschrieben (Fragmente s.u.). Vom VDein Titelschild der Zeit verloren, Reste eines Papierschildchens am Rücken (unterlegt), dortSignaturschild (Papier, 19. Jh.); da der Bd. zum Inkunabelbestand zählt, fehlt die üblicheDorsalsignatur in Öl.
Fragmente: als hinterer Spiegel ein der handschriftlichen letzten Lage umgehängtes Vorsatzbl.(Ziegenpergament), auf der jetzt vom Deckel gelösten Seite (Bl. I v ) Konzept einer deutschenUrkunde, um 1480: Prior [Alart van Waltjnye/ und der Konvent der Kreuzbrüder in Düsseldorfverkaufen dem Augustinerinnenkonvent zu Niederelten (nederelten; nordwestl. von Emmerich) eineErbrente aus Haus und Hof der Witwe Alijde van kelle und deren Sohn steuert gruter zu Doesburg(doesberch; östl. von Arnhem/NL), die ihnen durch einen Mitbruder, den Priester Bartholomeusschroeder, übertragen worden war. - Dazu als Verstärkung 2 Pergamentstreifen (Bl. IIa,b), beide ausderselben Quart-Hs. (?xl2,5), einspaltig beschrieben: ?x5 ( anscheinend auf Kommentierungangelegt), Textura 13.(?) / 14. Jh., Marginalien in Kursive 14. Jh.; lateinische Texte (kopfstehend) ausPetrus Hispanus: Summulae logicales, tract. 1 und 2. Ed. L.M. de Rijk, Assen 1972 (Philosophicaltexts and studies. 22): Bl. IIa r (oberer Streifen) ebd. S. 4,16/17 (sie de aliis. Propositio...) - 22; IIa v : S.3,25 (habet...) - 29; IIb r (unterer Streifen): S. 17,17 (vnum...) - 21 (19 auo add.: ut romani a romulo,vgl. den App.); IIb v : S. 18,8 (Eadem aeeidente...) - 13. (Die Verso-Seiten nur unter Quarzlampe z.T.lesbar.).
Die als Einbandmakulatur verwendete Urkunde (s.o.) nennt Alard von Waldniel, von 1476 bis kurzvor 30. März 1485 Prior des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf. Auf dem fliegenden Vorsatz (F)
44