MS.B1Albertus Magnus
Papier • 390 Bl. • 28x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1514 (382 v )undl548(389 v )
1984 restauriert. Leichter Wurmfraß besonders 1. und 39. Lage ■ Quinternionen, ursprüngl. als Vor-und Nachsatz je 1 Binio, dessen 3 fliegende Bll. jeweils ausgeschnitten, die beiden restlichen Bll. jetztseparat (Wz. wie Bl. 192 u.ö.); 2 ehemalige Ansetzfalze Perg., beschrieben (s.u.) • Lagensignaturenz.T. weggeschnitten, Bl. 91-195: k.l-v.5, 201-385: A.1.-T.5. (bzw. -U.2. im Nachsatz) ■ Foliierungder Schreiberhand >1< - >382<, neuere in Blei (20. Jh.): 1-5, 383-390, jetzt ergänzt ■ Schriftraum19-21x14, bis Bl. 40 mit Tinte markiert • 2 Spalten • 34-36 Zeilen; Blind- und Stiftliniierungwechselnd • schleifenlose Bastarda des fr. Jordanus de Traiecto, von derselben Hand marginaleDispositionsvermerke u.a. und auf freien Bll. des letzten Quinternio 1548 die Tabula 383-389" mitKennzeichen einer Altersschrift nachgetragen; zur Geheimschrift (jetzt entziffert), einemquadratschriftlichen („hebräischen") System frei erdachter, willkürlicher Zeichen, s. Karpp,Geheimschrift (Lit.), besonders S. 399, 401^03, 413 f. (Abb. 4, 6-9) • rubriziert außer Bl. 383-389 v • 1-5-zeilige Anfangsbuchstaben rot; im Stamm ausgespartes Ornament bei 60 roten 3-6-zeiligen (z.B. 188 v ) und 42 kunstvolleren 6-9-zeiligen blauen Initialen, einige Randausläufer (254 v ,298 r ); Zirkel- und Bleispuren von Vorzeichnungen oder Schablonen z.T. erkennbar (z.B. 324 v ) • l ra(Prol.) 16-zeilige schlicht kolorierte Deckfarbeninitiale E, spaltenbreit, rote Umrißzeichnung, grüneAkanthusranken im blauen Stamm und rötlich-gelbe auf Außen- und Binnengrund, Perlstabfleuronne;ähnl. 166 rb (Tract. XI) 13-zeilige Initiale P (Abb. : Kostbarkeiten S. 77), die im Binnenfeld (auf denHinterläufen stehende Sau, einer Frauengestalt Flasche mit dunklem Inhalt entgegenstreckend) dasantike Sprichwort „sus Minervam (docet)" figuriert (vgl. A. Otto, Die Sprichwörter undsprichwörtlichen Redensarten der Römer, Leipzig 1890, 1118. Walther, Prov. 30912a); in den oberenEcken des Außengrundes 2-teiliges Schriftband: Hie sus nititur / docere Mineruam. 235 r 3-zeiligerote Initiale T, grüner Binnengrund mit 8-strahligem Stern, Fleuronne-Ausläufer.
Brauner Kalblederband 1550/60 , wahrscheinlich Köln; VD = HD, Streicheisenlinien: Außenrahmenmit Planetenrolle (197x19: Jupiter-Mars-Sol-Venus-Mercurius-Luna-Saturn; vgl. erneuertenEinband von Ms. C 10a), Mittelstreifen mit 2 negativen Stempeln (Lilie, stilisierte Blüte),Innenrahmen mit Tugendenrolle (162x15: Justicia-Prudencia-Fortitudo-Temperanc\i&\) undMittelfeld, längsgeteilt in 5 Streifen mit Puttenrolle (117x10: in Blattgewinde 1 Putte nach linksaufsteigend mit Korb, 2 Putten nach rechts, sitzend bzw. aufsteigend); aus gleicher Werkstatt z.B. derEinband (1556/58) des Druckes P.Eccl.169. Kapital 2-farbig. 3 urspr. Kantenbleche (von 6) erhalten,2 Schließen (teilw. ergänzt); Rückenschild (Papier, 19. Jh.; jetzt im VD): Alberti mag[m\ /Summa,pars 1F I [2. Hd.:] Ex Exemplari Scripto in Coenobio 0[ver] / closter circa Nuciam / [1. Hd.:] Ms.pap. 1514. Auf dem alten Rücken (jetzt erneuert) unten Signatur B 1 in Öl aufgetragen (19. Jh.) •Ansetzfalze (jetzt vorne und hinten im Bd.): Fragmentstreifen einer lat. Pergament-HANDSCHRIFT(zum cod. discissus s. Karpp, Geheimschrift S. 408 Anm. 4; S. 400, 404), kleine gotische Kursive,Anfang 14. Jh. (hinten: 53 Z., Schriftraum 25 x 12,5), dorther auch Spiegel in Ms. F 6 undM.Th.u.Sch.5 (Ink.) sowie Fragm. K 8: 018 (aus dem HD des Druckes Bibl.Th.I.A.94: 1515 und1513): Sermones de tempore et de sanctis einer hochmittelalterlichen Predigtreihe, u.a. von Hugode S. Caro und Thomas de Aquino, z.B. M.Th.u.Sch.5 (Ink.), hinterer Spiegel: Schneyer Bd. 2, S.764 Nr. 97, 100; bzw. Vorderspiegel Bd. 5, S. 596 f. Nr.224, 230, 237.
Geschrieben von fr. Jordanus de Traiecto (sc. inferiori, d.i. Utrecht) und am 27. Mai 1514 imKreuzherrenkonvent Düsseldorf vollendet (Bl. 382 vb , s.u.), dann 1548 (Bl. 389 vb , s.u.) von ihm auffreien Bll. (383-389) um die Annotatio sowie durchlaufend um zahlreiche Dispositionsvermerke u.a.ergänzt. Jordanus (zu Person, Bücherbesitz usw. Karpp, Geheimschrift S. 389 f., 404 ff. mit Anm.18): am 29.1.1499 immatrikuliert an der Kölner Artistenfakultät (Bursa Laurentiana), 22.6.1500Baccalarius (Keussen, Matrikel Nr. 441,13; ebenso Notiz in seinem Lehrbuch M.Th.u.Sch.5, Ink. =
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