19In dieser erschrecklichen Lage der Sache,wagte ich noch einmal den Durchschnitt derSimphysin der Schaambeinen vorzuschla-gen. Wir hielten die Frau damals nochstark genug diese Operation auszuhalten.Sie wurde endlich beschloßen, und demKayserschnitt vorgezogen.Wir thaten es einigen Aerzten, undvielen Lehrlingen der Wundarzneykunst zuwißen. Doch konnten wir vor ein Uhr Nach-mittags nichts unternehmen, weil wir dieFrau, ihren Mann, ihre Anverwandtennoch dazu zu bereden hatten, auch dieselbenach meinem Spital gebracht werden muß-te, wo ich alles dazu nöthige in Bereitschafthielt.Ich verrichtete die Operation nach mei-ner eigenen Einsicht, weil ich über diese anund vor sich selbsten neue Verfahrungsartnoch keinen Unterricht gelesen, auch die öf-fentliche Blätter, wenigstens in hiesigen Ge-genden noch nichts umständliches davon ge-meldet hatten. Ich verrichtete solche, wieich glaube, glücklich und gut genug, weilnichts anders verletzet wurde, als was noth-wendiger Weise zerschnitten werden mußte.Die Operation währte nicht länger, als dieB 2Vor-
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Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
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