309ſeiner Kräfte mäßig beweget, dann dringt dasBlut in die kleineren Gefässe volkommener, ge-schwinder und mit mehrerer Kraft ein; diekleineren Gefässe der Muskeln werden dahermehr ausgedehnet und gespanner, mithin auchteitzbarer. Sie erinnern sich ferner, daß inzterem Fal, nothwendig der Muskel selbstdesto mehr genähret, folglich auch in sich selbststärkerwerden müsse. Sol dieser Endzweckerhalten werden, dann mus also der UmlaufSäfte nicht so heftig werden, daß die neuezten Theilchen auch wieder durch dengen Trieb desselben zerstöret, und gleich-abgerieben werden. Hiezu ist obigesder Bewegung dienlich. Ausserdem musmittels der vermehrten Spannung erhöhetelicität, und Reitzbarkeit auf ihren höchstenlichen Grad steigen, d. i. dahin kommen,Mensch sich am leichtesten, und zu al-Bewegungen am aufgelegtesten fühlet. SoSpannung und Reitzbarkeit hoͤher ge-wird, stelt sich auch eine schmerzhaftefindlichkeit, und zwar zuerst eine Empfin-von Müdigkeit ein, welche krampfhaftesmmenziehen der Gefässe, vermindertenauf und verflogene Kräfte anzeigt. Einund eben so wichtiger Nutzen desselbenüberdieſer, daß die unmerkliche Ausdün-dabei am glücklichsten von statten gehet.wird nemlich auf zweierlei Weise durcheftige Bewegung behindert: Erstlich:nun die gröberen und mit zäheren auf-gelösten
Druckschrift
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Entstehung
Seite
309
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten