186minder dunkele Empfindungen von den meh-resten seiner Theile, nur nicht von denen dieunmittelbar zum Leben gehören, machen: Dennkönnte er letzteres, so würde gewiß mancherdadurch seine Lebenskräfte in Unordnung brin-gen. Sie belieben sich hier nur an den bekannten Fal zu erinnern, wo nemlich einer dasVermögen hatte, nach Wilkühr die Bewegungseines Herzens aufzuhalten. Er that solchesöfters, um theils die Neugierde von Fremden,theils ſeine eigne Geldſucht zu befriedigen:lein das Ende war, daß unter diesen Versu-chen das Herz einmal nicht wieder zu ſchlagansieng, sondern der Tod erfolgte. So baldnun ein Theil durch Krankheit angegriffen,Schmerzen in demselben erzeuget worden,weis ein jeder Menſch aus der Erfahrundaß es vom Menschen selbst in unzähligen FEinlen abhange, durch Anstrengung ſeinerbildungskraft, die Empfindlichkeit des leidendeTheiles, mithin auch die EmpfindungSchmerzens zu erhöhen. Jedoch nichtdieses; sondern der Wille des Schöpfers war,daß der vernünftige edlere Theil des Menſüberal ꝺurch Uebung ſolte die Herrſchafterwerben, und das unedlere dem edleren unter-jochen können. Ich meine nemlich, daßMenſch das Vermoͤgen hat, durch UebungWürkungen ſeiner Seele auf den Grad zuhoͤhen, daß letztere faſt gar nicht, auch nicht ein-mal durch den heftigsten körperlichen Schmerzin Unordnung geſetzet werden kan. Ichaber
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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186
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