70teten, daß man vor dem Essen sich bewe-gen solle; und daher alle und jede anhielten,gewisse heftige Bewegungen immer vorher zu;machen, ehe sie sich zu Tische setzten. Dieswar aber ganz gewiß nicht der Wille des Hip-pokrates; denn er selbst sagte, (a) daß denenzur Erhitzung geneigten Personen, kübles Ver-halten, Wasser trinken und Ruhe am bestenbekomme. Und so wie er den dicken undfeisten Menschen anrieth ihre Reisen mit mög-lichster Geschwindigkeit und Heftigkeit zu thun,indem dadurch das Uebermaaß von Fett wegge-ſchaffet würde, als wozu Ariſtoteles auch dieheftige Bewegung anräth; (b) so sehr rieth erdoch an der anderen Seite den mageren Per-sonen das Gegentheil an, indem er sagt (c)graciles iter facturi, lentis passibus incedant.Gelen legte daher den ersten Ausspruch desHippokr, dahin aus, daß er verstanden habenwolte, daß diejenigen, welchen die Leibesübun-gen gesund wären vor dem Essen sich bewegensolten: und nahm überhaupt zum Satz an,daß wenn jemand eine Unordnung in seinemKörper fühlte, und bemerkte daß selbige nachgeschehener Leibesübung zugenommen habe, ersodann selbige als seiner Natur schädlich ansehenund meiden müsse.Die(a) 6. Epid. Sect. 4.(b) 3. de partib. animal. Cap. 9.(c) de salubri Diata Aph. 3.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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