König zu Mytilene in der Mühle zu stampfengewohnt war. Und Galen sagt von sich selbst(a) daß man ihn des Winters öfters auf demLande in Holzhauen, Gerste zu scheelen und zuſtampfen angetroffen hätte.Und unsre ehrlichen alten Deutschen mach-ten es nicht anders. Auch erhielten sie durchdergleichen Erziehungsart, und durch lange Zu-rückhaltung ihrer Jünglinge von allen Liebes-geschäften, die ausgezeichnete Leibeskraft, welchevon den Römern selbst bewundert und mehrwie einmal von den lezteren zu ihrem Scha-den empfunden ward. Cäsar sagt daher, daßdas ganze Leben bei den Deutschen, dem Jagenund den kriegerischen Uebungen gewidnet war.Die Jünglinge musten Auerochsen erlegen; undwer die mehresten gefället hatte, der trug dieHörner der überwundenen Thiere vor's Volk,und ward nicht wenig gelobet.Sie sehen, M. F., hieraus zur Genüge,welchen Werth die Alten in die Leibesübungengesetzt, ja wie unentberlich sie solche zumGlück des Menschen geglaubt haben. War esihnen aber wol gnug, daß ihre Knaben, Jüng-linge und Männer sich nach Herzens Wilkührrecht herumtaumelten und sich entweder nachalgemeinen oder besondern Vorurteilen, bis zurErmüdung, wann, und wo sie wolten beweg-ten?(a) 2. de tuend. Valet. Cap. 8.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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