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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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Siebenter Brief.Sie werden gewiß bei Durchlesung diesesBriefes mit mir über den Verlust der eigent-lichen Schriften der Alten über die Gymnastikseufzen. Der Rest welcher uns hier und da inden alten Schriftstellern zerstreuet aufbewahretworden, beweiset daß ihre Gründe für dieNothwendigkeit dergleichen Uebungen die wich-tigsten, und ihre Anstalten der Sache selbst,und überhaupt dem Wohl des Staats, und dermenschlichen Natur sehr angemessen waren. DieErfahrung hatte sie nemlich zur Genüge geleh-ret, daß der Menſch auf keine andere WeiſeFestigkeit und Stärke als durch Mäßigkeit undGewohnheit in den Leibesübungen erhalten kön-ne. Diese waren also die einzigen Grundsäulendes Wohls ihrer Staaten; auf welche schonder strenge aber grosse Gesetzgeber Lykurg, sei-ne Gesetze die er der aufkeimenden Republik derSpartaner mit dem bekannten herrlichen Er-folge vorschrieb, gründete; und mittels welcherer mit Hintansetzung aller Verzärtlung bei derErziehung, nicht allein dem maͤnnlichen Geſchlecht,sondern auch den Jungfrauen befal im Lau-fen, Ringen, Pfeilwerfen und anderen Bewe-gungen sich nicht allein fleißig zu üben; son-dern auch von ihren Progressen, öffentliche Pro-ben abzulegen. Lezteres geſchahe mehrentheilsbei Gelegenheit der Feste. (a) Wie sehr der Er-D 2folg(a) Plutarchus in Vita Lycurgi.