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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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10wenige Menschen ausliefert, die den alten Grie-chen an körperlichen Kräften, wie auch an Festig-keit der Seelen, und daraus fliessender Stand-haftigkeit in allen Vorfällen einigermaßen gleichkämen. Sie ſagen: Das Ding muß ſeineUrsache haben; denn die Menschen sind immerMenschen gewesen, und bleiben sich darin, im-mer gleich? Allerdings mein Freund! und ichmeine, daß die Ursache davon eben nicht soschwer zu finden seyn werde. Ich glaube nem-lich, viele Elteren und Erzieher denken sich denMenschen nicht gnug im Zusammenhang seinerKräfte; sondern abstrahiren diese oder jene Kraftin ihm, welche sie vorzüglich ausbilden wollen,ohne gnug zu überlegen, in wie weit dieſes mitder, zum Leben und Glück des Zöglings noth-wendiger Entwicklung des Ganzen d. i. aller sei-ner Kräfte zusammengenommen bestehen könne.Die Alten suchten dieses ganz offenbar, so baldsie nemlich so viele Erfahrungen einmal überdie Leibesübungen gesamlet hatten, daß sie plan-mäßig darin verfahren konnten, auf alle Weisezu verhüten. Bei Ihrem Wunſche die Erfah-rungen der Alten gehörig benutzen zu können,glaube ich Ihnen also einen reellen Dienst zuerweisen, wenn ich über dieses planmäßige Ver-fahren der verehrungswürdigen Alten; und wiesie durch sorgfältige Beobachtung der Natur,nach und nach dahin gekommen sind, einigeFingerzeige und zwar so viel mir möglich seynwird, deutlich vor Augen legen werde. Erwar-ten Sie aber hier keine eigentliche Beschreibungder