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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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mit Thürmen, Mauern und Wallgraben umziehenohne jedoch Stadtgerechtigkeit erworben zu haben 5doch konnte es jährlich auf St. Catharinentageinen Markt halten. Im siebenzehnten und acht-zehnten Jahrhundert theilte es da« Geschick derübrigen Orte des Rheingaus und wurde abwech-selnd verheert und geplündert.

Seine etwa im fünfzehnten Jahrhundert er-baute Kirche ist mit einigen alten Grabsteinenund dem gut gearbeiteten Denkmale des Kurfür-sten Johann Philipp von Schönborn -J- 1673, vondem Mainzer Künstler Rauchmüller, geschmückt.Die zwei Thürme und das Portal, aus dem zehn-ten Jahrhundert stammend, musste man wegenBaufäüigkelt abtragen und sie werden nun durchden geschickten Architekten Hoffmann, von Gei-senheim, im Style altdeutscher Baukunst wiederaufgebaut. Nach ihrer Vollendung dürfte dieseschöne Kirche zu den bedeutendsten Bauwerkenam Mittclrhein gehören. Die Gemeinde von Gei-senlieim, eine der reichsten des Landes, liisstdieses Werk mit grossem Kostenaufwande aus-führen. 1829 hat sie ebenfalls ein Unternehmenvon vieler Nützlichkeit gemacht: es ist dieses eineWasserleitung, welche den Flecken mit trefflichenlaufenden Brunnen, worunter einige von inländi-schem Marmor sind, versorgt.

Noch müssen wir bemerken, dass am Eingangin den Flecken, wenn man von Winkel kommt,rechts in einem geschlossenen Hofe das Hausliegt, welches einst der Lieblingsaufenthalt des

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