Druckschrift 
Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
Seite
48
Einzelbild herunterladen
 

48 Brr ttljttmmu.

i; <' l h i* ii ■■ t- l in

mit 2490 Einwohnern. Schon vom siebentenJahrhundert an kennt man Nachrichten von die-sem Ort, der sich so freundlich zu den Füssendes froinmbekreuzten Rothenbergs hingelagerthat. Die schönste Ansicht von Geiscnheim,v.eiche»imit den ansehnlichen Hiiusern und Land-sitzen des Grafen von Ingelheim, Freiherrn vonZwierlein, 0brist von Gontard, Weinhändler Dros-sel und Sohn, Weinhändler Lade u. Söhne u. a. in.geziert ist, gewinnt man auf der Höhe der Land-strasse hinter liartholoniä und am Rhein, wo derJohannisberg und die Itabenköpfe einen prächtigenHintergrund des schönen Gemäldes bilden, inUrkunden alter Zeit wird es (<jixnnlwim, Giiin-fiekn und Gitenheim genannt. Seinen Namen abersoll es von zwei nahe dabei liegenden Inseln(Auen) haben, welche den Rhein der hier 2500 l (, ussbreit ist, in zwei Arme theilen, wovon der einedie grofige der andre die kleine Giese beigst.Seine frühesten Besitzer die uralten Rheingra-fen, (dem Agiloll'-\\ ell'ischen (,'eschlechte ent-stammt, woraus der von Karl dem Grossen788 zu Ingelheim entthronte Ilaiernhcrzog Thas-silo) waren hier mit einem vorlbcilhalten Pfef-ferzoll, und dem Geleit auf den Hannwassern desRheines belehnt. — Sein Weinbau war schon imzehnten Jahrhundert berühmt, und ein HischofOtwin von Hildesheim licss 951 einen Hof hierankaufen, um für sich und seine Domherrn gutenWein zu haben. 1354 durfte sich Gciscnhcim