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Ortes so tief und sanft ruhen wie die Habsbur-ger in ihrer stolz.cn Kaisergruft! — Der halb-versunkne Grabstein aber, wclehcr am Eingangin die Ruine rechts an der Mauer steht, bezeich-net die Ruhestätte eines im Jahr 1485 verstor-benen Ritters von Hohcnwciscl.
1313 wurde an dieser Stelle ein wundertä-tiges Marienbild gefunden. Ein Junker Schaf-rait baute eine kleine Kapelle um den eichenenPildstock, und Tausende von Pilgern wall-fahrteten hierher. Da errichtete 1326 derselbefromme Junker statt der kleinen Kapelle dieKirche, deren Ruinen vor uns stehen, und stiftetevier weltliche Priester dahin. 1363 wurde Ma-rienthal den sogenannten Fraterherrn überge-ben, welche auch wegen der hohen runden Ko-geln (Hüte) die sie trugen Kogclherrn hiesson.Zu Ende des 15. Jahrhunderts legten sie daselbsteine Druckerei an und machten eine Zeitlang ihrKlösterlein zum Sitz der Gelehrsamkeit. 1508jedoch verkauften sie ihr von Gutenberg stam-mendes Druckwerkzeug wieder und wurden 1585wegen des argen Verfalls ihres Hauswesens ab-geschafft. Marienthal wurde 31 Jahre später denJesuiten übergeben, 1624 aber brannte das alteFratcrhaus nieder, und nur ein kleiner Theil da-von, das jetzige Pachterhaus, wurde wieder auf-gebaut.
Die Wallfahrten hatten nachgelassen, denndie Zeiten der Wunder waren vorüber, und