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Auch im drcissigjiilirigcn Krieg litt Eberbachsehr viel und war vom Jahr 1631—1635 in derGewalt der Schweden. Bei dieser Gelegenheitwurden 400 Stück Wein und 4000 Malter Fruchtconsumirt. Ochsenstierna, dem es Gustav Adolfgeschenkt hatte, licss es während dieser Zeit ver-walten und die nach Köln geflüchteten Mönchekamen erst nach seinem Abzug zurück. Nachmancherlei weniger interessanten Begebenheitenwurde es endlich 1803 aufgehoben und fiel mitseinen reichen Besitzungen den herzoglichen Do-„mainen zu. Die seit einigen Jahren wieder rc-staurirtc Kirche, mit einer grossen Menge merk-würdiger alter Grabsteine verdient besucht zuwerden. Eine alte Legende, der es nicht an poe-tischen Momenten fehlt, erzählt die Stiftung desKlosters Eberbach auf folgende Weise:
Erzbischof Adalbert von Mainz bat einst denfrommen und begeisterten Kreuzprediger am Rhein,St. Bernhard von Clairvaux, im Rheingau einepassende Stelle zur Gründung eines Klosters auf-zusuchen. Der heilige Mann wanderte nun berg-auf und ab, um einen recht einsamen Ort zu fin-den, wo die Mönche in stiller Abgeschiedenheitdem Dienst des Herrn leben möchten. Da kamer denn auch auf seiner Wanderung in dieseseinsame, von einem Bach durchrauschte Wald-thal und setzte sich, um auszuruhen, gedanken-voll auf einen Stein. Plötzlich sieht er einenwilden Eber aus dem Walde kommen und mitseinem Rüssel den Grundriss zu dem Kloster